Nachhaltiger Wandel

statt kurzfristiger Wende

Dieses Forum steht für

  • An regional vorhandene Ressourcen angepasste Energiepolitik
  • Ausbau der guten Möglichkeiten für Photovoltaik
  • Verzicht auf Windkraft wegen bewiesen schlechter Windhöffigkeit
  • Abregelungsstopp für grundlastfähige Wasserkraft von Rheinfelden
  • Bundesweite Bündelung von Stromtrassen mit Autobahnen und Schienennetz
  • Schutz von Bürgern und Natur
  • Regionale Wirtschaft und Arbeitsplätze
  • Verbesserte Europäische Gesetze zum Emissionshandel
  • Förderung, Forschung und Entwicklung für private und betriebliche Stromerzeugung und Speicherung
  • Ökonomisch und ökologisch sinnvolle Revision des EEG und geordneten Ausstieg aus der Atomkraft

Petition

Ich plädiere für den Ausbau von Photovoltaik auf Dachflächen, neben Autobahnen und an landschaftlich verträglichen Stellen.

Ich empfinde dass (bis zu 30 geplante) 200 Meter hohe Windräder die Landschaft und das Leben in der Region Hegau – Bodensee beeinträchtigen.

✓ Viele Sonnenstunden und zu wenig Wind erfordern gezielte EEG-Förderung für Solar- und Wasserenergie.

✓  Ich stimme dafür, dass Gemeinden und Behörden der Region angepasste Konzepte für erneuerbare Energien entwickeln. Auch dort wo aus planungsrechtlichen Gründen gar keine Windräder gebaut werden können. Umwelt und Energie geht uns alle an.

Meine Stimme zählt!

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Die Zukunft unserer Heimat !

Erneuerbare Energien – mit Nachhaltigkeit statt Subventionswahnsinn!

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Es ist allgemeingültig, dass erneuerbare Energien grundsätzlich zu bevorzugen sind. Auf jeden Fall aber solche die unabhängig vom Wetter, wie die Wasserkraft des Rheins, immer zur Verfügung stehen. So sollte es nicht sein, dass der zufällig auf- tretende Windstrom politisch bevorzugt und wegen Subventionen die Landschaft verschandelt wird.

Nicht jede Form der Stromgewinnung macht in jeder Region Sinn.
So wie subventionierter Weinanbau in den Hochalpen keinen Sinn machen würde.

Die Region Hegau-Bodensee hat das geringste Windaufkommen in Deutschland.
Aber wir haben die meisten Sonnenstunden!

Das heißt logischerweise, die Region Hegau-Bodensee sollte beim Ausbau erneuer- barer Energien auf Solar setzen. Flächen und Möglichkeiten stehen zur Verfügung, ohne schwerwiegende Eingriffe in die Landschaft.

Unsere Heimat – Blick vom Witthoh Emmingen über Hegau und Bodensee bis in die Alpen

Es stimmt nicht, dass unsere Region bei erneuerbaren Energien hinterherhinkt, wie Wind- mühlenprojektierer gebetsmühlenartig und aus dem Zusammenhang gerissen, behaupten. Seit über 100 Jahren wird unser regionaler Verbrauch zu einem überproportionalen Anteil aus grundlastfähigem Strom aus den Rheinkraftwerken gedeckt. Und wir haben erhebliche Anteile an Solar und Biogas.
Es stimmt leider auch nicht, dass sich Solarenergie und Windkraft ergänzen. Und ebenso nicht, dass der nicht speicherbare Windstrom für den Energiemix in unserer Region wich- tige Vorteile bringt, ganz im Gegenteil. Tatsächlich werden schon jetzt die Rheinkraftwerke zeitweise wegen dem nicht bedarfsgerecht  verfügbaren Windstrom gedrosselt.

Es gibt Planvorhaben mit ca. 30–40 Windrädern und potentiell sogar mehr, jedes so groß wie der Stuttgarter Fernsehturm, welche das Bild unserer historischen Kultur- landschaft für immer zerstören würden.
Die Alternativen müssen in unpolitischer Werteabwägung und mit Hinblick auf alle Auswirkungen auf die gesamte Region geprüft und bestmöglich zum Schutz der Heimat entschieden werden.

Wir wollen keine kurzsichtige Wende – sondern sinnvollen und nachhaltigen Wandel!

Es braucht des Bürgers Wille, um von Verwaltung und Politik parteienunabhängig einzu- fordern, dass an unsere Region angepasste Energiekonzepte zu entwickeln und zu fördern sind.

Ansicht Ludwigshafen

Ansicht Schloss Langenstein

Ausbaustufe Repowering über 300 Meter

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Ansicht Hohentwiel (Basis) 50 mm Abstand Tannenwald, Schneide 20 km, Kirnberg 10 km

Geplante Standorte Windkraftanlagen

Regionalübersicht ca. 30-40 Windrädern in verschieden Planungs- und Realisierungsstufen, teilweise bereits genehmigt und im Bau.

Ansicht Witthoh in Emmingen

Der Milchpreis ist sicher …
Die Renten sind sicher …
Der Strompreis ist sicher …
Und die Einhörner tanzen um die Windräder herum …

  • Ich plädiere für den Ausbau von Photovoltaik auf Dachflächen, neben Autobahnen und an landschaftlich verträglichen Stellen.
  • Ich bin gegen den Bau von Windrädern in der Region Hegau – Bodensee
  • Ich befürworte die Ziele des Bürger-Forum Hegau-Bodensee

Pressemitteilung

13.11.2016, Autor: Dr. Axel Wasmuth, Fachbeirat

Ignoranz und Gesprächsverweigerung:

Grüne Politik gegen den Hegau

In einem Pressegespräch mit dem Südkurier hat am 23.9. die Landtagsabgeordnete der Grünen, Frau Dorothea Wehinger erklärt, daß mit dem Forum Erneuerbare Energien Hegau-Bodensee „kein vernünftiger Dialog zu führen sei“. Es war allerdings gerade die Gründungsabsicht des Forums, einen Dialog mit den Entscheidungsträgern zu führen. Denn für das Bürger-Forum sind in einer Demokratie Dialog und Diskussion eine Kategorie des bürgerlichen Denkens. Für Frau Wehinger trifft das offenbar nicht zu. Sie habe, so stand im Südkurier zu lesen, lange geschwiegen, greife aber nun deutlich in die Debatte ein. Ihr platze nun der Kragen, sie schimpfe, sie wettere, weise scharf zurück.

Es stimmt nicht, daß Frau Wehinger in die Debatte eingreift. Richtig ist, daß sie den Dialog mit dem Bürger-Forum zurückweist. Sie glaubt, es sich mit Beschimpfungen einfach machen zu können. Der Versuch des Bürger-Forums, sie dennoch - in dem auf www.forum-hegau-bodensee.de veröffentlichten Briefwechsel - zu einem Dialog zu bewegen, war erfolglos. Die konkreten Fragen zur Sache hat Frau Wehinger nie beantwortet.

Hier ist eine Klarstellung fällig. Frau Wehinger ist Abgeordnete in einer repräsentativen Demokratie. Sie ist gewählt, um die Interessen ihrer Wähler in komplexen Sachentscheidungen zu vertreten und, wenn möglich, durchzusetzen. Nicht gemeint ist damit, daß sie öffentlich dumpfe Beschimpfungen (u. a. „Egomanen“) und sonst nichts repräsentiert. Was sie als im Hegau gewählte Abgeordnete der Grünen bisher in der Debatte über den Bau von Windenergieanlagen gezeigt hat, verrät Unsicherheit, Unwissen und Inkompetenz. Es verrät obrigkeitsstaatliches Denken, bei dem sich in erstaunlicher Weise, aber zeitgemäß die Grünen eines populistischen Verfahrens bedienen. Frau Wehinger sollte wissen, daß sie nicht durch Beschimpfungen und niedliche Fotos mit niedlichen Windrädern Autorität erwirbt, sondern nur durch die persönliche Erarbeitung von demokratischer Substanz und politischem Format, wie sie einem Mitglied des Landtags in Baden-Württemberg angemessen sind.

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Korrespondenz mit der Landtagsabgeordneten Wehinger (GRÜNE) :

 Von: Markus J.M. Bihler [mailto:kontakt@forum-hegau-bodensee.de] Gesendet: Montag, 26. September 2016 11:49
An: Wehinger, Dorothea
Cc: Jörg Braun (jöb); Oliver Fiedler
Betreff: Presseartikel MdL Dorothea Wehinger / Offener Brief Markus Bihler

Sehr geehrte Frau Wehinger,

Ihre beigefügten Äußerungen nehmen wir aufmerksam zur Kenntnis. Man kann über manche Dinge unterschiedlicher Meinung sein und so sehen wir eben die Region Hegau-Bodensee, tatsächlich als kulturlandschaftliche Perle an.

Es kann aber nicht diskutiert werden, dass Physik definitiv über Parteigrenzen und Ansichten hinweg gilt.

Da helfen auch persönliche Diffamierung und oder parteipolitische Argumente nicht.

Physik ist messbar, nicht diskutabel und funktioniert für alle gleich.

Der BWE Bundesverband Windenergie hat, als offizieller Interessensvertreter der deutschen Windkraftindustrie, klare ökonomische und ökologische Voraussetzungen zum Bau von Windrädern definiert und physikalische MINDESTANFORDERUNGEN und Richtlinien zur Erstellung zertifizierter Gutachten festgelegt.

Nicht bewiesene Effizienz, erlaubt nicht die ökonomische Belastung für die Öffentlichkeit und sollte nach originären, ökologischen Grundsätzen der GRÜNEN, auch nicht die Belastungen für Menschen, Tiere und Landschaft erlauben.

Und so fordern wir zum wiederholten Male, von Ihnen persönlich, als Landtagsabgeordnete und als Gemeinderätin

- im öffentlichen Interesse einzufordern, dass die sogenannten "Gutachten" veröffentlicht werden.

Faktisch und nicht diskutabel ist:

- Die IG Hegauwind hat mehrere hunderttausend Euro öffentliche Gelder für Gutachten ausgegeben.
- Dafür können die zahlenden Bürger zertifizierte Gutachten verlangen, welche die Mindestanforderungen einhalten.
- Die Solarcomplex AG hat aber lediglich nicht zertifizierte "Windprognosen" abgeliefert, wie vom TÜV bestätigt.

- Das Schreiben vom TÜV SÜD ist einsehbar auf www.forum-hegau-bodensee.de.

Dass man die falsch deklarierten "Prognosen" aus Wettbewerbsgründen nicht veröffentlichen kann ist unwahr.
Durch die Pachtverträge kann kein Wettbewerb mehr entstehen.
Deshalb sind ja auch TÜV-Gutachten anderer kommunaler Projektierer im Internet frei zugänglich.

Es ist mit der bestehenden Sachlage nicht tolerierbar, dass die verantwortlichen kommunalen Entscheider weiterhin die Veröffentlichung der Gutachten unterdrücken, anstatt die Veröffentlichung zu verlangen. Wer tatsächlich, ohne qualifizierte, unabhängige Überprüfung von Kritikern den Projektierern vertraut, sei an den Stuttgarter Bahnhof und den Berliner Flughafen erinnert.

Früher hat einmal eine Partei der GRÜNEN Veröffentlichungen verlangt und mit den von Ihnen nunmehr diffamierten Mitteln der Demokratie dafür gekämpft.

Wenn Sie - sehr geehrte Frau Wehinger,
bereit sind, sich den unabdingbaren Realitäten der Physik zu stellen und Sie sich als Abgeordnete und Gemeinderätin für die Offenlegung der Windprognosen aussprechen, werden wir auch gerne über alle anderen Aspekte aufgeschlossen mit Ihnen diskutieren.

Es braucht - bevor massive, 200 Meter hohe bauliche Eingriffe in die Landschaft getätigt werden - eine vernünftige Werteabwägung zwischen einem realistisch zu erwartenden Beitrag zur Gewinnung erneuerbarer Energie und den Belastungen welche diese Landschaft und ihre Menschen dadurch erfahren.

Den Dialog dazu zu führen, war die Absicht für uns das Forum Erneuerbare Energien Hegau Bodensee zu gründen.

Wir bitten Sie höflich, dies zu respektieren und auch Ihren Beitrag zu leisten, so dass ein Dialog stattfinden kann.

Auf jeden Fall möchte ich Sie, wenn Sie den von Ihnen angesprochenen Dialog wünschen, hiermit gerne zu einem persönlichen Gespräch einladen und sehe einer positiven Antwort entgegen.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus J.M. Bihler  Sprecher (VisdP) 

www.forum-hegau-bodensee.de 
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Von: dorothea.wehinger@gruene.landtag-bw.de [mailto:dorothea.wehinger@gruene.landtag-bw.de] Gesendet: Donnerstag, 29. September 2016 11:28
An: kontakt@forum-hegau-bodensee.de
Cc: joerg.braun@suedkurier.de; fiedler@wochenblatt.net
Betreff: AW: Presseartikel MdL Dorothea Wehinger / Offener Brief Markus Bihler

Sehr geehrter Herr Bihler,

Zu Ihrem Schreiben vom 26.09. 16 möchte ich Ihnen folgende Rückmeldung geben:

Zuerst einmal freue ich mich sehr, dass die Baufreigabe für Verenafohren stattgefunden hat.

Zu Ihrer Frage nach einer Veröffentlichung des Gutachtens kann ich Ihnen nach Information unseres Umweltausschusses mitteilen, dass das Gutachten nicht veröffentlich werden muss. Das ist Sache der Genehmigungsbehörde (nach Bad. Recht) und wurde vom LRA Konstanz gelesen, geprüft und beurteilt.

Zu Ihrer Frage bzgl. der Stromtrassen von Nord nach Süd hänge ich Ihnen die Mitteilung vom Umweltministerium bei.

Mit freundlichem Gruß

Dorothea Wehinger
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Wahlkreisbüro Dorothea Wehinger MdL
Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg

Ekkehardstraße 68
78224 Singen

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Von: Markus J.M. Bihler [mailto:kontakt@forum-hegau-bodensee.de] Gesendet: Dienstag, 4. Oktober 2016 16:48
An: 'dorothea.wehinger@gruene.landtag-bw.de' <dorothea.wehinger@gruene.landtag-bw.de>
Cc: 'joerg.braun@suedkurier.de' <joerg.braun@suedkurier.de>; 'fiedler@wochenblatt.net' <fiedler@wochenblatt.net>
Betreff: Presseartikel / Antwortbrief MdL Dorothea Wehinger 29.09.16

Sehr geehrte Frau Abgeordnete Wehinger,

zunächst vielen Dank für Ihr Schreiben, obwohl es offensichtlich nicht als Beantwortung unseres Schreibens gewertet werden kann.

Es scheint, Ihr Umweltausschuss hat Ihnen eine Antwort auf etwas anderes anhand gegeben, als gefragt wurde.

Tatsächlich lautete der Text: 

Es kann aber nicht diskutiert werden, dass Physik definitiv über Parteigrenzen und Ansichten hinweg gilt.

Da helfen auch persönliche Diffamierung und oder parteipolitische Argumente nicht.

Physik ist messbar, nicht diskutabel und funktioniert für alle gleich.

Der BWE Bundesverband Windenergie hat, als offizieller Interessensvertreter der deutschen Windkraftindustrie, klare ökonomische und ökologische Voraussetzungen zum Bau von Windrädern definiert und physikalische MINDESTANFORDERUNGEN und Richtlinien zur Erstellung zertifizierter Gutachten festgelegt.

Nicht bewiesene Effizienz, erlaubt nicht die ökonomische Belastung für die Öffentlichkeit und sollte nach originären, ökologischen Grundsätzen der GRÜNEN, auch nicht die Belastungen für Menschen, Tiere und Landschaft erlauben.

Sehr geehrte Frau Wehinger, wenn Sie wirklich unsere sicher durchaus seriösen und berechtigt an eine Abgeordnete unseres Wahlkreises gerichteten Fragen beantworten wollen, so bitten wir um konkrete Antwort hierzu:

1)    Akzeptieren Sie die vom Bundesverband Windenergie BWE erstellten Mindestnormen für die physikalischen Voraussetzungen zum Bau von                        Windrädern?

Des Weiteren verweisen nun im Zusammenhang mit dem Kirnberg zusätzlich auf die LUBW, Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, welche schreibt (http://www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/225022/) und dass für eine " Standortentscheidung in jedem Fall ein akkreditiertes Windgutachten mit entsprechenden Messungen am Standort vorausgehen muss."

Wohlgemerkt, es heißt: "akkreditiertes Windgutachten" – nicht eine unzertifizierte Windprognose. Auch nicht wenn diese von einem akkreditierten Gutachter kommt. Die Adresse ersetzt nicht das Produkt. Der TÜV SÜD, ist ein beim Bundesverband Windenergie akkreditierter Gutachter – erstellt und verkauft jedoch auch Produkte, die eben nicht zertifiziert sind.

Tatsächlich hat auch das LRA Konstanz, entgegen Ihrem Schreiben, bisherige Windgutachten nicht "gelesen, geprüft und beurteilt". Das hat, laut Aktenlage, das Regierungspräsidium Freiburg unilateral, oder im stillen Kämmerlein, gemacht und das LRA angewiesen sich damit nicht zu befassen.

Wenn die "Gutachten" privatwirtschaftlich bezahlt worden wären und eine valide wirtschaftliche Begründung zur Geheimhaltung bestünde, könnte die Verheimlichung ja möglicherweise ein Argument sein. Aber die Fakten sagen:

- Die IG Hegauwind hat mehrere hunderttausend Euro öffentliche Gelder für Gutachten ausgegeben.

- Dafür können die zahlenden Bürger zertifizierte Gutachten verlangen, welche die Mindestanforderungen BWE einhalten.

- Die Solarcomplex AG hat aber lediglich nicht zertifizierte "Windprognosen" abgeliefert, wie vom TÜV bestätigt.

- Das Schreiben vom TÜV SÜD ist einsehbar auf www.forum-hegau-bodensee.de.

Dass die Gutachten laut den üblichen gesetzlichen Bestimmungen nicht bindend veröffentlicht werden müssen, ist uns wohl bekannt. Dies war nicht unsere Frage.

Deshalb fragen wir Sie hiermit konkret zu den durch die öffentlichen Gelder finanzierten Gutachten:

2)   Befürworten Sie als Abgeordnete die Offenlegung dieser Gutachten oder lehnen Sie das ab?

Weiter schlagen wir, das Forum Erneuerbare Energien Hegau-Bodensee vor, dass eine unabhängige Überprüfung stattfinden soll. Ein gerichtlich vereidigter Gutachter soll klären, ob die vorliegenden "Gutachten" den zum jeweiligen Zeitpunkt gültigen Mindeststandards des BWE entsprechen und ob durch diese eine bestmögliche Wirtschaftlichkeitsberechnung stattgefunden hat.

3)   Würden Sie einer unabhängigen Überprüfung zustimmen?

Dass es nicht in Ihrer alleinigen Macht als Landtagsabgeordnete oder als Gemeinderätin liegt, dies zu veranlassen, ist uns klar. Es geht zunächst konkret um Ihre klare Stellungnahme, ob Sie persönlich bereit wären die Karten auf den Tisch zu legen.

Wie beschrieben, kann es aber nicht diskutiert werden, dass Physik definitiv über Parteigrenzen und Ansichten hinweg gilt. Sie ist messbar, nicht diskutabel und funktioniert für alle gleich.

In diesem Sinne hoffen wir, dass Sie als Volksvertreterin der Wahrheit und den vereinbarten Normen zur Seite stehen und sehen Ihrer Antwort entgegen.

Mit freundlichen Grüßen,

Der Sprecher,  Markus J.M. Bihler 

www.forum-hegau-bodensee.de 

 

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Von: Markus J.M. Bihler <kontakt@forum-hegau-bodensee.de>
Gesendet: Dienstag, 18. Oktober 2016 12:05
An: Wehinger, Dorothea
Cc: joerg.braun@suedkurier.de; fiedler@wochenblatt.net
Betreff: AW: Presseartikel / Antwortbrief MdL Dorothea Wehinger 29.09.16

Sehr geehrte Frau Abgeordnete Wehinger,

Sie hatten in der Presse angekündigt sich in den Dialog um Windräder im Hegau einbringen zu wollen und Ihre Meinung kundgetan. Zu Ihrem Beitrag haben wir im öffentlichen Interesse von mehr als 2.000 interessierten Petitionären die unten angefügten, konkreten Fragen gestellt. Wir bitten Sie höflich, diese konkreten Fragen ebenso konkret zu beantworten.

Mit freundlichen Grüßen,

Der Sprecher,  Markus J.M. Bihler 

www.forum-hegau-bodensee.de 

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Von: Dorothea Wehinger Wahlkreis [mailto:wahlkreis@dorothea-wehinger.de] Gesendet: Freitag, 21. Oktober 2016 13:31
An: kontakt@forum-hegau-bodensee.de
Cc: joerg.braun@suedkurier.de; fiedler@wochenblatt.net
Betreff: AW: Presseartikel / Antwortbrief MdL Dorothea Wehinger 29.09.16

 

Sehr geehrter Herr Bihler,

zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass ich entgegen Ihrer Darstellung keinen Dialog angekündigt hatte, sondern im Pressegespräch mit dem Südkurier wie auch schon während meines Wahlkampfes meine Meinung zum Thema Windkraft geäußert habe. Diese Meinung, die mit der Haltung der grün geführten Landesregierung übereinstimmt,  vertrete ich auch weiterhin.

Auf die von Ihnen gestellten Fragen gehe ich wie folgt ein:

  1. Zunächst einmal ist es überhaupt nicht Aufgabe von Abgeordneten, eine Offenlegung von Windprognosen zu fordern. Denn hierfür sind einzig die Genehmigungsbehörden wie das zuständige Landratsamt zuständig. Sie muss abwägen, ob die Voraussetzungen nach dem Windenergieerlass der Landesregierung für eine Genehmigung vorliegen. Hierzu gehört auch die Prüfung einer hinreichenden Windhöffigkeit, die besagt, ob an dem geplanten Standort sozusagen über das gesamte Jahr verteilt genügend Wind weht. Daher ist es im Interesse jedes! Betreibers (auch von Bene Müller) durch halbjährliche Messungen oder Windgutachten zu prüfen, ob die Anlage wirtschaftlich betrieben werden kann. Ansonsten würde er mehrere Millionen Euro in den Sand setzen, was sich kein Investor erlauben kann! 
  1. Die so genannten Mindestnormen vom Bundesverband für Windenergie sind Richtwerte, die auf Erfahrungswerten aus dem Betrieb von zahlreichen (Tausenden) Windkraftanlagen in Deutschland  beruhen. Insofern spricht nichts gegen die Richtwerte. Sie haben aber keine bindende Wirkung für eine mögliche Baugenehmigung!
  1. Eine unabhängige Überprüfung ist überhaupt nicht nötig, weil dies implizieren würde, dass die zuständigen Landratsämter als Genehmigungsbehörden nicht unabhängig sind. Ich verstehe diese Forderung nicht. 

Fazit: Wir Grüne unterstützen den Bau von neuen Windkraftanlagen, weil sie  zur Energiewende sowie zur Senkung des CO2-Ausstoßes beitragen. Zudem ist die Windkraft durch die niedrigen Stromgestehungskosten eine der günstigsten Energierzeuger in Deutschland! 

Mit freundlichen Grüßen

Dorothea Wehinger

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Dorothea Wehinger

Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg

Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg

Mitglied im Ausschuss f. Soziales und Integration

Mitglied im Ausschuss f. Europa und Internationales

Wahlkreisbüro Dorothea Wehinger
Ekkehardstraße 68
78224 Singen

Abgeordnetenbüro Dorothea Wehinger MdL

Haus der Abgeordneten

Konrad-Adenauer-Str. 12

70173 Stuttgart

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Von: Markus J.M. Bihler [mailto:kontakt@forum-hegau-bodensee.de] Gesendet: Montag, 31. Oktober 2016 13:42
An: 'Dorothea Wehinger Wahlkreis' <wahlkreis@dorothea-wehinger.de>
Cc: 'joerg.braun@suedkurier.de' <joerg.braun@suedkurier.de>; 'fiedler@wochenblatt.net' <fiedler@wochenblatt.net>
Betreff: AW: Presseartikel / Antwortbrief MdL Dorothea Wehinger 29.09.16

Sehr geehrte Frau Abgeordnete Wehinger,

haben Sie Dank für Ihr Schreiben, welches einiges von dem offenlegt, was wir über Ihre politische Selbstauffassung bisher nur vermutet haben.

In Ihrer Antwort irritiert zunächst einmal die sprachliche und argumentative Ungenauigkeit.

Sie ist sogar noch mehr, nämlich eine unser Schreiben verfälschende Ungenauigkeit.

Die erste Nennung des Wortes „Dialog“ erfolgte durch Sie. In Ihrem Pressegespräch mit dem Südkurier haben Sie am 23.9. erklärt, dass mit dem Forum Erneuerbare Energien Hegau-Bodensee „kein vernünftiger Dialog zu führen sei“. Darauf haben wir uns bezogen.

Denn da wurde immerhin das Gespräch als Möglichkeit des Kennenlernens der gegenseitigen Standpunkte genannt, auch wenn es von Ihnen im gleichen Atemzug zurückgewiesen wurde.

Für uns sind Dialog und Diskussion eine Kategorie des bürgerlichen Denkens.

Deshalb haben wir Ihnen entgegengehalten, dass die Gründungsabsicht des Forums darin bestand, in der Weise des respektierenden Austauschs einen Dialog zu führen. In diesem Sinne haben wir Sie gebeten und eingeladen, den von Ihnen von Anfang an zurückgewiesenen Dialog doch stattfinden zu lassen. Dass Sie einen Dialog angekündigt hätten, haben wir aber nirgends und zu keiner Zeit gesagt. Ihr belehrender Hinweis geht ins Leere.

Einige Korrekturen und einige Klarstellungen zu wesentlichen Punkten, die Sie übergangen haben.

Selbstverständlich kommt es in der Privatwirtschaft wohl kaum vor, dass ein Investor bewusst „Geld in den Sand setzt“, wie Sie sagen. Das ist eine unangebrachte Binsenwahrheit, zumal man zwischen den Profiten von Projektierern und Betreiber unterscheiden muss. In einer Doppelrolle wie bei der Solarcomplex AG, können sich Erlöse kompensieren.

Aber es wird auch Ihnen bekannt sein, dass 37 % der deutschen Onshore-WEA unterhalb der Rentabilitätsschwelle liegen. Nachweise über die häufigen Insolvenzen und hohen Verluste, besonders bei kommunalen Beteiligungen, gibt es ganz allgemein im Internet oder bei http://forum-hegau-bodensee.de/wp-content/uploads/2016/02/Dossier-Faktencheck-Kommunale-Finanzierungen-Windparks.pdf, mit faktischer Dokumentation hinterlegt. Diese Dokumentation würde Ihnen übrigens schon einmal zugestellt.

Leider übergehen Sie auch vollständig Ihre frühere, unrichtige Aussage, dass das LRA Konstanz das bisherige Windgutachten "gelesen, geprüft und beurteilt" hätte. Das hat laut Aktenlage das Regierungspräsidium Freiburg an sich gezogen und durchgeführt. Das Landratsamt war damit zufrieden, sich damit nicht zu befassen. Besonders wegen dieser Vorgehensweise im Genehmigungsverfahren, schlagen wir eine unabhängige Überprüfung durch einen gerichtlich vereidigten Gutachter vor.

Die gesamte Art, das Genehmigungsverfahren zu führen, widerspricht den Empfehlungen im Windenergieerlass zur „Bürgerbeteiligung. Dort heißt es:

Die Landesregierung legt beim Ausbau der Windenergie großen Wert auf die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. „Dies gilt nicht nur für die Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Aufstellung der Wind-Regionalpläne, in der Bauleitplanung, und in einem förmlichen immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren, sondern umfasst auch die Empfehlung an den Vorhabensträger von den vielfältigen Möglichkeiten einer Beteiligung der Öffentlichkeit auf freiwilliger Basis, unabhängig von der Art des Genehmigungs-verfahrens, Gebrauch zu machen. […] Skepsis und Vorbehalte lassen sich sehr viel leichter abbauen, wenn die Bürgerinnen und Bürger vor Ort direkt und unmittelbar in das Projekt mit einbezogen werden. Das gilt selbstverständlich für alle Phasen eines planerischen Ablaufs von Beginn der Planung selbst, bis hin zu Ausführung und Betrieb.[Unsere Hervorhebung.]

Das hört sich gut an. Aber aktuell fällt die Maske, wie wir für den Hegau feststellen müssen, und es weht ein deutlich obrigkeitsstaatlicher Wind. Der Windenergieerlass wird zum Ukas gemacht.

Es ist erfreulich, dass auch aus Ihrer persönlichen Sicht nichts gegen die Richtwerte des Bundesverbands der Windenergie spricht. Und es trifft zu, dass diese Richtwerte keine rechtlich bindende Wirkung hinsichtlich einer möglichen Baugenehmigung haben. Dies ist genau – das sei betont - was wir mit Unverständnis monieren. Klare wissenschaftliche und wirtschaftliche Erkenntnisse werden nicht verbindlich gemacht, weil sonst politisches Verlangen nicht erfüllt werden könnte.

Die von uns zitierte, absolut entscheidende Aussage der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg LUBW übergehen Sie. Nämlich, dass der „Standortentscheidung in jedem Fall ein akkreditiertes Windgutachten mit entsprechenden Messungen am Standort vorausgehen muss“.

Auch hier also geht Ihre Antwort wieder daneben! Und, sehr geehrte Frau Abgeordnete Wehinger, diese Umgehungsmethode ist nicht etwa elegant, sondern bei vielen Bürgern einer der Gründe für Politikverdrossenheit.

Im Übrigen sagt der Windenergieerlass ganz ähnlich wie die Richtlinien des Bundesverbandes der Windenergie Folgendes:

Für Investoren gilt daher meist die Ertragsschwelle von 80 % des EEG-Referenzertrags als Mindestrichtwert zum Nachweis der Wirtschaftlichkeit eines Windenergieprojektes. Dieser Mindestertrag wird in der Praxis – fast unabhängig von Anlagentyp und Nabenhöhe – erst an Standorten mit einer durchschnittlichen Jahreswindgeschwindigkeit von 5,8 m/s bis 6 m/s in 100 m über Grund erreicht.

Wenn also auf dem Kirnberg, der hier genannte oder ein höherer Wert aufgrund eines akkreditierten Windgutachtens der Planung zugrunde gelegt würde, könnte ja der auf den Kirnberg bezogene Inhalt des Gutachtens veröffentlicht werden.

Nichts wäre leichter, als so wesentliche Bedenken des Bürger-Forums zu entkräften. Warum scheut die IG Hegauwind davor zurück? Dass eine juristische Absicherung gegen die Verwertung des Gutachtens durch ein Konkurrenzunternehmen nicht möglich ist, ist nicht glaubwürdig.

Wir halten deshalb die Annahme für begründet, dass für die WEA auf dem Kirnberg der Nachweis des Mindestertrags zumindest nicht zweifelsfrei erbracht ist. Und so viel zu Ihrem eigenen, überhaupt nicht erforderlichen Hinweis, dass die Richtwerte keine rechtliche Auswirkung auf die mögliche Baugenehmigung haben: Ihr Hinweis, sehr geehrte Frau Wehinger, spricht für unsere Annahme!

Was Sie dann als Ihr allgemeines Fazit formulieren: die Option der Grünen ist uns bekannt. Wir wenden uns nicht gegen dieses allgemein gehaltene Bekenntnis der Grünen. Sie haben das Recht dazu.

Wir wenden uns aber gegen die daraus entwickelten Zugriffe auf die hochsensible Landschaft des Hegaus und des Bodensees. Denn bei diesen Zugriffen wird die zu geringe Windhöffigkeit als Tabukriterium nicht in Rechnung gestellt. Und zwar deshalb, weil die Investoren darauf spekulieren, die mangelnde Wirtschaftlichkeit vorläufig noch unter Subventionen verstecken zu können. Es wird sogar an die Ämter Eile angemahnt, weil nach eigener Aussage des Projektierers die bereits revidierte Gesetzesversion eine ausreichende Subventionierung in 2017 schon nicht mehr möglich machen wird.

Unser Fazit ist insofern die Forderung einer Abwägung, wie sie der Verfassungsrechtler Prof. Dr. Michael Elicker formuliert:  „Förderung der Windenergie“ ist kein generell übergeordneter öffentlicher Belang. Die entgegenstehenden Belange des Natur- und Landschaftsschutzes unterfallen genauso Art. 20 GG in der gerechten Abwägung. Ein entsprechendes Abwägungsdefizit führt zur Nichtigkeit eines Flächennutzungsplans. …

Wir fassen einige unserer Gedanken knapp zusammen:

  1. Dass Sie, sehr geehrte Frau Wehinger, einen Dialog angekündigt haben, wurde vom Forum Erneuerbare Energien Hegau-Bodensee nirgends und zu keiner Zeit gesagt. Das haben Sie frei erfunden.
  2. Mangels Substanz und Schlüssigkeit gehen Ihre als Antworten bezeichneten Aussagen an unseren Fragen und Einwänden vorbei. Noch enttäuschender ist aber, dass Sie zu den wichtigsten Punkten unseres Schreibens überhaupt nichts sagen und dass Sie sich auf den Geist der Empfehlungen der baden-württembergischen Landesregierung – der doch im Windenergieerlass weht - gar nicht erst einlassen.
  3. Ihr Brief hat bedauerlicherweise unsere Annahme bestätigt, dass es in Bezug auf die Windkraftplanung für den Standort Kirnberg ökologische, ökonomische, politische und vielleicht noch andere Ungereimtheiten gibt.

 

Da für uns aber Diskussion und Dialog eine Kategorie des bürgerlichen Denkens sind, würden wir einen Dialog in der Weise des respektierenden Austauschs mit Ihnen als einer Abgeordneten unseres Landkreises gut finden.

Dazu müssten Sie allerdings unsere nochmals unten angefügten Fragen 1-3 vom 4. Oktober 2016, genauso konkret beantworten wie diese gestellt wurden. Antworten, welche versuchen die gestellten Fragen zu verfälschen, mögen zwar als politisches Mittel in Interviews oder Podiumsdiskussionen manchmal funktionieren, weil dort der Fragesteller nicht nachhaken kann. Deshalb legen wir auf qualifizierten Dialog mit schriftlicher Dokumentation ganz besonderen Wert.

Mit freundlichen Grüßen,

Der Sprecher,  Markus J.M. Bihler

www.forum-hegau-bodensee.de 

 

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PS: Seither haben wir keine Antwort mehr erhalten, die konkreten Fragen zur Sache hat Frau Wehinger nie beantwortet.

 

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Aufruf:

Energie geht uns alle an – jeder von uns braucht sie!

(Lesezeit 2 Min.)

Es ist allgemeingültig, dass erneuerbare Energien grundsätzlich zu bevorzugen sind. 

Auf jeden Fall aber solche mit kontinuierlicher Grundlastfähigkeit, wie die Wasserkraft des Rheins. So sollte es nicht sein, dass der zufällig auftretende Windstrom höher subventioniert wird.

Und es geht gar nicht, dass wenn der Wind weht, das Kraftwerk Rheinfelden die Turbinen runterfahren muss!

Nicht jede Form der Gewinnung macht auch in jeder Region Sinn.So wie subventionierter Weinanbau in den Hochalpen keinen Sinn machen würde.

Die Region Hegau-Bodensee hat das geringste Windaufkommen in Deutschland.

Aber wir haben die meisten Sonnenstunden!
 

Das heißt logischerweise, die Region Hegau-Bodensee sollte auf Solar setzen.
Flächen und Möglichkeiten stehen zur Verfügung, ohne schwerwiegende Eingriffe in die Landschaft.

Leider wird aber der Windstrom momentan noch deutlich höher subventioniert.

Darum wollen manche Politiker und manche Stadtwerke Windräder finanzieren.

Verführt durch falsch deklarierte Gutachten und unbewiesene Renditeversprechungen.
Die Projektierer und Erbauer verdienen – den Betreibern (Stadtwerke) bleiben die dauerhaften Verluste.

Dies insbesondere in Gebieten mit geringem Windaufkommen, wo große Stromproduzenten passen. Die EnBW z.B., hat bei uns real gemessen und das Vorhaben aufgegeben, weil´s einfach keinen Wert hat. Das tatsächliche Windaufkommen war 37% unter dem Windatlas der Landesregierung.

Was muss geschehen?

- die Behörden müssen die falsch deklarierten "Gutachten" auf Mindestanforderungen Bundesverband Windenergie TR6 prüfen!

- Stadtwerke dürfen nicht ohne Gutachten mit Mindeststandards BWE nachgewiesene Windhöffigkeit finanzieren!

- es muss die lokale Wertschöpfung im Vergleich zu Tourismus und Landschaftsschutz  vom Landratsamt geprüft werden!

- es dürfen keine Sonderrechte (Privilegierung) für "Weinanbau in den Hochalpen" gewährt werden!

Es braucht des Bürgers Wille um der Verwaltung und Politik parteiunabhängig einzufordern dass an die Regionen angepasste Energiekonzepte zu entwickeln und zu fördern sind.

Deshalb bitte die Petition am Anfang der Seite zeichnen!

 

Dieses Forum ist die gemeinsame Plattform der Bürgerinitiativen von

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Bürgerinitiativen Hegau-Bodensee

Fachbeirat
Forum Hegau Bodensee

Prof. Dr. Georg Sonntag, Weihenstephan, gerichtlich 
vereidigter Sachverständiger für Wald und Naturschutz
Peter Eitze, Erster Staatsanwalt a.D., Rechtsanwalt
Christoph Graf Douglas †, Kultur und Landschaft
Leopold Graf Douglas, Hege & Jagd
Dr. rer.nat. Frank Wehner, Physik 
Dipl. Math. Ulrich Murschall, Mathematik, Physik 
Dipl. Ing. Willy Fritz, Physik, Strömungstechnik
Dr. Axel Wasmuth, Literaturwissenschaft
Dr. Albrecht Freiherr v. Stotzingen, PV-Investitionen
Forstdirektor Paul Lübbers, Wald & Forstwirtschaft
Gisela Lejeune-Härtel, Ornithologie, Naturschutz
Wolfgang Braun, Landschaftsbau, Hoch &Tiefbau

Pressemitteilung / Bürger- und Behördeninformation

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Eilantrag gegen Windpark Wiechs auf Verenafohren

Gericht empfiehlt Stopp der Bauarbeiten bis zur Entscheidung

Bauarbeiten ohne Baufreigabe durchgeführt

 

Wie mehrfach berichtet, plant die Firma Solarcomplex AG die Errichtung von drei je 200 Meter hohen Windrädern auf dem Höhenzug Verenafohren auf der Gemarkung Wiechs der Gemeinde Tengen. Das Landratsamt Konstanz hat hierzu am 30. Mai 2016 die immissionsschutzrechtliche Genehmigung erteilt und diese mit Sofortvollzug erlassen. Dieser bedeutet, dass auch bei Widerspruch oder Klage diese keine aufschiebende Wirkung entfalten.

 

Trotzdem kann mit dem Bau der Anlagen erst begonnen werden, wenn die Baufreigabe erteilt ist. Diese steht noch aus.

 

Inzwischen hat ein Anlieger, dessen Anwesen sich von der nächsten Windenergieanlage nur 650 m entfernt befindet, gegen die Genehmigung beim Verwaltungsgericht Freiburg einen Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz gestellt. Das Gericht hat daraufhin dem Landratsamt mitgeteilt, dass es davon ausgeht, dass bis zur Entscheidung über den Eilantrag von Vollzugsmaßnahmen abgesehen wird, d.h. keine Baufreigabe erfolgt. Dies hat das Landratsamt inzwischen dem Anlieger auch zugesagt.

 

Vor Ort allerdings stellt sich die Situation völlig anders dar. Der Vorhabenträger hat bereits mit umfassenden Baumaßnahmen begonnen. Auf Nachfrage gab das Landratsamt Konstanz die Auskunft, bislang habe es lediglich einen symbolischen Spatenstich gegeben. Tatsache ist, dass von der Solarkomplex AG bereits massive bauliche Eingriffe mit schweren Baumaschinen im Wald getätigt wurden. Dies geht aus den beigefügten Bildern hervor.

 
 

Dies wird insbesondere vom Forum Hegau- Bodensee (www.forum-hegau-bodensee.de) und den sechs regionalen Bürgerinitiativen massiv kritisiert.

 

Am 29. Juli behaupteten die Projektierer in der Presse, die Baugenehmigung für den Windpark in Tengen-Wiechs läge vor. Am 16. August schreibt das Landratsamt Konstanz dass keinerlei Baufreigabe erteilt worden sei, auch nicht teilweise.

Es ist natürlich schon alleine bedenklich dass man die Öffentlichkeit mit Presseberichten derart täuscht, dass alles in trockenen Tüchern und rechtlich in Ordnung sei. Dass aber dann gleich im großen Stil gebaut wird um hastig Fakten zu schaffen ist nicht akzeptabel und bedarf rechtlicher Klärung.

 
 

Tatsächliche wurden kilometerlange Straßen für Schwerlastfahrzeuge gebaut, Fundamente für die Türme ausgehoben und Erdkabel verlegt. Während die Bundesrepublik Deutschland sich nicht traut ohne rechtliche Abklärungen Stromtrassen im Wald zu bauen, machen das die Solarcomplex AG und die anderen Teilnehmer der IG Hegauwind, wie u.a. die Kommunen Stockach, Singen, Radolfzell, Engen, Steißlingen und Tuttlingen, einfach mal so. Ohne Baufreigabe. Und es verhält sich wohl schon so, dass der Bürgermeister einer Gemeinde weiß ob eine Baufreigabe für eine Industriestätte in seinem Gemeindewald vorliegt oder nicht. Wenn der Bürgermeister von Tengen den Sachverhalt kannte und nichts unternahm, so wäre es natürlich noch schlimmer, als wenn er über ein so wichtiges und von ihm persönlich protegiertes Projekt nicht wirklich Bescheid wüsste.

 
 

Schon gegen die Erteilung einer Baugenehmigung gibt es einen rechtlichen Widerspruch vom Eigentümer des Anwesens Ferienheim „ Betreutes Wohnen und Arbeiten“, welches direkt über der Schweizer Grenze und unterhalb der Mindestabstandsgrenze von 700 Metern liegt. Das Anwesen beinhaltet naturnahe und artgerechte Pferdehaltung und Schafhaltung und die Hauptfunktion des Ferienheims ist, sozial problematischen Jugendlichen in ruhiger Umgebung ein betreutes Wohnen und Arbeiten zu ermöglichen. Mit der Ruhe wäre es natürlich vorbei wenn in unmittelbarer Nähe Windräder rotieren. Wohl um das aber trotzdem zu ermöglichen, hat man in den Schallgutachten für die Höchstbelastungsgrenzen eben statt einer "Erholungsstätte" oder "Wohngebiet", lieber ein "Gewerbegebiet" angenommen. Dagegen, sowie andere wichtige Punkte wird rechtlich vorgegangen.

 
 
 
 

Die Projektierer haben es nun eilig, denn auch bei den kommunalen Entscheidungen gab es bedenkliche Ungereimtheiten bezüglich der Wirtschaftlichkeit des Projekts, welche jedoch ausdrücklich Bedingung zur Beteiligung und Finanzierung war.

Der TÜV-SÜD hat schriftlich bestätigt dass statt üblicher "Gutachten", nur wenig aussagende und nicht den offiziellen Mindeststandards für Gutachten entsprechende "Prognosen" bestellt wurden.
Diese waren dann aber, von den Projektierern fälschlicherweise als "Gutachten" deklariert, die Entscheidungsgrundlage der beteiligten Stadt- und Gemeinderäte. Und schließlich muss man, wenn man dafür Hundertausende von Euro bezahlt hat, auch echte Gutachten erwarten.

Tatsächlich ist verwunderlich, dass man dies in der lokalen Politik und den Verwaltungen versucht totzuschweigen. Die beteiligten Kommunen haben sogar zugestimmt dass die "Gutachten" ohne guten Grund verheimlicht werden, was besonders zu denken gibt. Solche Gutachten anderer kommunaler Träger kann man im Internet nachlesen. Wenn allerdings klar wird dass es zu wenig Wind gibt, offenbart sich die Sinnlosigkeit Windräder bauen zu wollen.

 

Wenn ein Bürger in seinem Garten ohne Baugenehmigung ein kleines Hüttchen baut, sorgt schon die Kommune dafür dass sein Bau sofort eingestellt wird. Amtsinhaber schauen aber scheinbar weg, wenn ohne Baufreigabe industrieller Großbau im Wald veranstaltet wird. Es ist unwahrscheinlich dass der Bürgermeister von Tengen nicht wusste dass keine Baufreigabe vorliegt, oder dass er nicht gemerkt hat wie kilometerlange Straßen auf der Gemarkung gebaut wurden.

 

 

Radolfzell, den 17.08.2016

www.forum-hegau-bodensee.de

Der Sprecher, Markus Bihler (VisdP)

 

Nachmeldung: Ein Eilantrag zur Aufhebung des vom LRA Konstanz angeordneten Sofortvollzugs wurde vom VG Freiburg abgelehnt. Das heisst, es darf jetzt weitergebaut werden.
Die Privilegierung für Windräder scheint alles was sonst gilt außer Kraft zu setzen.

Ob das alles so in Ordnung geht, überlassen wir abgesehen von der rein juristischen Seite, auch dem geneigten Leser und Betrachter der Bilder des "symbolischen Spatenstichs", wie die Maßnahme vom LRA Konstanz bezeichnet wurde….

Quelle: www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/Neues-Forum. Vereinbart  wurde  das Treffen im Rahmen einer vom SÜDKURIER  moderierten  Diskussionsveranstaltung. 

Neues Forum bringt Gegner 
ins Gespräch

➤ Konferenz für Windkraft-Kritiker und Befürworter

➤ Investoren, Politiker und Verbände an einem Tisch

➤ Suche nach gemeinsamen Lösungen

 

Die Konferenzteilnehmer

Initiator und Gastgeber:
Forum Erneuerbare Energien Hegau-Bodensee
Sprecher, Markus Bihler

Politik: Andreas Jung MdB, CDU
Wolfgang Reuther MdL, CDU

Bürgerinitiativen Hegau-Bodensee:
Christoph Graf Douglas

Albrecht Freiherr von Stotzingen
Joachim Mehl, Gunther Gross
 Dr. rer.nat. Frank Wehner

Windkraftinvestoren:
Bene Müller und Jörg Dürr-Pucher, Solarcomplex AG

Stefan Kempf und Stephan Einsiedler, EnBW Regional AG

Naturschützer:
Thomas Körner, NABU, Eberhard Koch, BUND

Experten:
Hansjörg Jung, Präsidialrat für Umwelt und Naturschutz

Dipl.Ing. Ulrich Bielefeld, Landschaftsarchitekt

Wirtschaftsvertreter: 
Dieter Wäschle, stellv. Vorsitzender des
Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes BW

Die  Zielsetzung  der  Konferenz ist, im Rahmen einer  Expertendiskussion  und  qualifizierter ökonomischer und ökologischer Werteabwägung festzustellen, ob es in der Region Hegau-Bodensee  sinnvoll  wäre  den  Bau  von Windrädern zu verfolgen, oder in dieser landschaftlich  sensiblen  Region  mit starker  touristischer  Wirtschaftsprägung potentielle Alternativen zu realisieren“, fasst Markus Bihler als Initiator  zusammen.

Eine Grundsatzfrage sei dabei, wie viel regional produzierte Energie vorstellbar sei.                                            

Konsens bestand, dass eine Autonomie der Region nicht denkbar ist. Die Stromtrassen aus  dem  Norden  sind  von  der  Regierung beschlossen und teilweise schon im Bau. Daran wird sich auch nichts ändern  weil  derzeit  bereits  im  Norden zeitweise mehr Windstrom produziert werde, als  dort  verbraucht  werden kann.

Die Initiativen befürchten, dass dann der Strom aus dem Norden billiger sei und die staatlichen Preisregulierungen  nicht  dauerhaft  bleiben.

Konsens bestand auch darüber, dass weder Windkraft  noch  Photovoltaik  grundlastfähig sind.
Bedauerlicherweise würden sich Sonne und Wind nicht ergänzen.

Energieversorger und Naturschutzverbände machten deutlich, dass man zu einer erfolgreichen Energiewende alle erneuerbaren Energien, wie Wind-, und Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie benötigen werde.

Stefan  Einsiedler  von  der  EnBW wies daraufhin, dass auch Themen wie Versorgungssicherheit  und Netzstabilität eher  den  Mix  von  unterschiedlichen Energieträgern erfordern.

Die  Politiker:  Dieser  Ansatz (von Einsiedler)  wurde auch von den anwesenden Politikern, dem Landtagsabgeordneten Wolfgang Reuther und dem Bundestagsabgeordneten Andreas Jung, beide CDU, unterstützt.

Wolfgang  Reuther  wies  allerdings auf den aus seiner Sicht ungeeigneten Ansatz der grün-roten Landesregierung hin, die Windkraftflächen kommunal festzulegen. Aus seiner Sicht ist das eine regionale Aufgabe.                                          
Wenn die Windhöffigkeit ausreichend sei, müsse auch die Region Hegau-Bodensee ihren angemessenen  Beitrag  leisten.  Dabei komme es ihm auch auf die Verlässlichkeit der Bedingungen für Investoren an.                                     
Der  alleinige  Bau  von  Windparks  im windreicheren  Norden  Deutschlands und die dann nötigen Hochspannungs-  trassen seien zudem auch keine tragfähige Lösung.

Das  Fazit:
Neben  dem  Schutz  der Landschaft kam man auch bei der der Qualität der Windgutachten nicht   zueinander.

Für die Investoren sind die vorhandenen Daten ausreichend, um Entscheidungen zu treffen und Genehmigungsanträge zu stellen.

Die Windkraftgegner dagegen wollen mehr Transparenz und mehr Kenntnis über konkrete Zahlen  an  den  geplanten  Standorten weil sich dies auf ein rechnerisches Gutachten stützt und vor Ort keine Windmessungen mit Masten gemacht wurden.

Bene Müller hat seine frühere Zusage  wiederholt,  Frank  Wehner  und Hansjörg Jung das volle Gutachten für den Kirnberg zur Kenntnis zu geben.  

Anmerkung (Forum): Das während der Konferenz zugesagte Wind-Gutachten wurde trotzdem später nie zur Verfügung gestellt. Laut Bene Müller haben die Vertreter der in der IG Hegauwind beteiligten kommunalen Betriebe ihm die Herausgabe der Daten verweigert.                                                                                                                                    

Christoph  Graf  Douglas  warnte  vor Eingriffen in die Landschaft wie sie 200 oder im Rahmen von Repowering geplant, 300 Meter hohe Windräder darstellen. 
Er verwies auf historische Vorstöße für Großprojekte wie die Schiffbarmachung  des  Rheins  für  Frachtschiffe bis in den Bodensee oder eine Brücke von Konstanz nach Meersburg.
Auch  da  hätten  manche  Politiker  gemeint die Region könne wirtschaftlich ohne diese nicht überleben und heute müsse man froh sein dass sie verhindert wurden.

Landschaftsarchitekt  Ulrich  Bielefeld zeigte als Alternative Bilder von Photovoltaikfeldern an deren Realisierung er im Raum Trier gearbeitet hat und die im Aussehen etwa dem von den Hagelnetzen  der  Obstanlagen  nahe  kommen. Tatsächlich  werden  bereits  Hagelschutzlösungen  entwickelt  die  Strom produzieren  können.  Unter  Solarflächen können jetzt auch Biotope entstehen, die als Ausgleichsflächen für Baugebiete in Gemeinden zulässig sind.

Die  Landschaftsschützer: Die  Vertreter der Initiativen, die sich im Landkreis Konstanz gegen den Ausbau der Windkraft wenden, wollen angesichts relativ niedriger Windgeschwindigkeiten und der befürchteten Beeinträchtigung des Landschaftsbildes  überhaupt  keine Windparks in der Region.

Die geringe Windhöffigkeit lasse eine wirtschaftliche  Nutzung  der  Windenergie  in  der Region nicht zu.

Sie bieten an, die dann nicht  erzeugten  Strommengen  durch verstärkte Nutzung der Solarenergie zu ersetzen.

Es wurden konkrete Flächen die zur Verfügung stehen benannt und weitere  würden  potentiell  zur  Verfügung  stehen. 

Die  Bürgerinitiativen sprechen sich für den Ausbau von landschaftlich  angepasster  Photovoltaik aus, um den Bau von Windrädern in der historischen  Kulturlandschaft  Hegau-Bodensee zu vermeiden.

Zur Visualisierung gab es eingangs ein Fotopräsentation  die  alle  derzeitigen  Flächenplanungsverfahren oder in der Projektierung befindlichen Standorte beinhaltete und keine Zweifel daran ließ dass dies das  Landschaftsbild  stark  verändern würde,  wenn  auch  nicht  wahrscheinlich ist dass alle der theoretisch rund 30 möglichen Windräder gebaut würden.

➤ Solarcomplex: Sowohl Jörg Dürr-Pucher, Präsident der Bodensee-Stiftung, als auch Bene Müller, Vorstand von Solarcomplex,  sagten  dabei  im  Rahmen der  Solaroffensive-Bodensee  ihre  Unterstützung  zu.  Das Bürgerunternehmen hat bislang alle Freilandsolarparks im Kreis gebaut.

Die  Naturschutzverbände  sehen  im Bau der fünf bis zehn Windräder in der Region  eine  Beeinträchtigung  der Landschaft,  die  angesichts  der  Herausforderungen  im  Klimaschutz  akzeptabel sei, Eberhard Koch, Kreisvor-    sitzender des BUND wies auf die jahrelangen Abwägungs- und Planungsprozesse hin, an deren Ende jetzt der Bau        weniger Windparks stehe. Thomas Körner, Bezirksgeschäftsführer des NABU, ergänzte,  er  hätte  sich  die  Unterstützung der Windkraftgegner auch schon beim umstrittenen Bau des Solarparks Mooshof in Bodman gewünscht, bei der man damals ordentlich Prügel bezogen habe.  Auch  hier  war  das  Argument Landschaftsschutz.

Dieter Wäschle, als stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Baden-Württemberg,  einem  der  größten  Wirtschaftsfaktoren und somit auch einer großen Anteil der Arbeitsplätze und des Steueraufkommens  der  Region  Hegau-Bodensee, stellte sich konsequent gegen den  Bau  von  Windrädern.          
Der  zu  bezweifelnde, aber selbst im besten Fall nur geringe wirtschaftliche Nutzen von Windrädern würde in keinem Fall aufwiegen  was  dadurch  an  Beeinträchtigung entstehen würde.                                                                                       
Er wies auf die internationale Bedeutung und die einzigartige Schönheit der Bodenseeregion hin und schloss hierbei den Hegau mit ein.

Markus  Bihler  empfiehlt  der  Politik insbesondere im Hinblick auf die Landtagswahlen für ein Moratorium zu einer aktuellen  Überprüfung  der  Entwicklung und gegebenenfalls für die Anwendung der von der vorherigen CDU/FDP Regierung ursprünglich beabsichtigten Regionalplanung  einzutreten,  während  die  von  der Grünen/SPD  Regierung  vorgeschriebene  Planung  durch die Kommunen die schnelleren Genehmigungsverfahren will.

Die Vertreter der IG Hegauwind wollen im  ersten  Schritt  auf  jeden  Fall  fünf Windräder  an  den Standorten  Verenafohren  (Gemeinde  Tengen)  und Kirnberg (Gemeinde Steißlingen) bauen. Dort sei die Erzeugung von bis zu dreißig  Millionen  Kilowattstunden Windstrom pro Jahr möglich. Das seien immerhin 2,5 Prozent des kreisweiten Strombedarfs.  Langfristig  sind  aus Sicht der Investoren, zu denen neben Solarcomplex die Stadtwerke aus dem Landkreis und die Genossenschaft Bürgerenergie zählen, zehn Windkraftanlagen im Kreis Konstanz möglich.

Anknüpfungspunkte bieten Energiesparen und Solarenergie. Dazu solle der begonnene Dialog fortgesetzt werden. Damit waren alle Beteiligten einverstanden.  Insofern  hat  die  Energiewende in der Region ein neues Forum bekommen, in dem ganz unterschiedliche Akteure zusammenfinden

Markus Bihler, Gastgeber der Veranstaltung im RIZ, fasste die Diskussion positiv zusammen. Über divergierende Positionen, wie den Ausbau der Windkraft, werde man weiter öffentlich und mit gegenseitigem Respekt streiten, bei Themen, zu denen man sich einig sei, wolle man in Zukunft auch kooperieren.      

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