Nachhaltiger Wandel

statt kurzfristiger Wende

Dieses Forum steht für

  • An regional vorhandene Ressourcen angepasste Energiepolitik
  • Ausbau der guten Möglichkeiten für Photovoltaik
  • Verzicht auf Windkraft wegen bewiesen schlechter Windhöffigkeit
  • Abregelungsstopp für grundlastfähige Wasserkraft von Rheinfelden
  • Bundesweite Bündelung von Stromtrassen mit Autobahnen und Schienennetz
  • Schutz von Bürgern und Natur
  • Regionale Wirtschaft und Arbeitsplätze
  • Verbesserte Europäische Gesetze zum Emissionshandel
  • Förderung, Forschung und Entwicklung für private und betriebliche Stromerzeugung und Speicherung
  • Ökonomisch und ökologisch sinnvolle Revision des EEG und geordneten Ausstieg aus der Atomkraft

Petition

Ich plädiere für den Ausbau von Photovoltaik auf Dachflächen, neben Autobahnen und an landschaftlich verträglichen Stellen.

Ich empfinde dass (bis zu 30 geplante) 200 Meter hohe Windräder die Landschaft und das Leben in der Region Hegau – Bodensee beeinträchtigen.

✓ Viele Sonnenstunden und zu wenig Wind erfordern gezielte EEG-Förderung für Solar- und Wasserenergie.

✓  Ich stimme dafür, dass Gemeinden und Behörden der Region angepasste Konzepte für erneuerbare Energien entwickeln. Auch dort wo aus planungsrechtlichen Gründen gar keine Windräder gebaut werden können. Umwelt und Energie geht uns alle an.

Meine Stimme zählt!

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Die Zukunft unserer Heimat !

Erneuerbare Energien – mit Nachhaltigkeit statt Subventionswahnsinn!

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Es ist allgemeingültig, dass erneuerbare Energien grundsätzlich zu bevorzugen sind. Auf jeden Fall aber solche die unabhängig vom Wetter, wie die Wasserkraft des Rheins, immer zur Verfügung stehen. So sollte es nicht sein, dass der zufällig auf- tretende Windstrom politisch bevorzugt und wegen Subventionen die Landschaft verschandelt wird.

Nicht jede Form der Stromgewinnung macht in jeder Region Sinn.
So wie subventionierter Weinanbau in den Hochalpen keinen Sinn machen würde.

Die Region Hegau-Bodensee hat das geringste Windaufkommen in Deutschland.
Aber wir haben die meisten Sonnenstunden!

Das heißt logischerweise, die Region Hegau-Bodensee sollte beim Ausbau erneuer- barer Energien auf Solar setzen. Flächen und Möglichkeiten stehen zur Verfügung, ohne schwerwiegende Eingriffe in die Landschaft.

Unsere Heimat – Blick vom Witthoh Emmingen über Hegau und Bodensee bis in die Alpen

Es stimmt nicht, dass unsere Region bei erneuerbaren Energien hinterherhinkt, wie Wind- mühlenprojektierer gebetsmühlenartig und aus dem Zusammenhang gerissen, behaupten. Seit über 100 Jahren wird unser regionaler Verbrauch zu einem überproportionalen Anteil aus grundlastfähigem Strom aus den Rheinkraftwerken gedeckt. Und wir haben erhebliche Anteile an Solar und Biogas.
Es stimmt leider auch nicht, dass sich Solarenergie und Windkraft ergänzen. Und ebenso nicht, dass der nicht speicherbare Windstrom für den Energiemix in unserer Region wich- tige Vorteile bringt, ganz im Gegenteil. Tatsächlich werden schon jetzt die Rheinkraftwerke zeitweise wegen dem nicht bedarfsgerecht  verfügbaren Windstrom gedrosselt.

Es gibt Planvorhaben mit ca. 30–40 Windrädern und potentiell sogar mehr, jedes so groß wie der Stuttgarter Fernsehturm, welche das Bild unserer historischen Kultur- landschaft für immer zerstören würden.
Die Alternativen müssen in unpolitischer Werteabwägung und mit Hinblick auf alle Auswirkungen auf die gesamte Region geprüft und bestmöglich zum Schutz der Heimat entschieden werden.

Wir wollen keine kurzsichtige Wende – sondern sinnvollen und nachhaltigen Wandel!

Es braucht des Bürgers Wille, um von Verwaltung und Politik parteienunabhängig einzu- fordern, dass an unsere Region angepasste Energiekonzepte zu entwickeln und zu fördern sind.

Ansicht Ludwigshafen

Ansicht Schloss Langenstein

Ausbaustufe Repowering über 300 Meter

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Ansicht Hohentwiel (Basis) 50 mm Abstand Tannenwald, Schneide 20 km, Kirnberg 10 km

Geplante Standorte Windkraftanlagen

Regionalübersicht ca. 30-40 Windrädern in verschieden Planungs- und Realisierungsstufen, teilweise bereits genehmigt und im Bau.

Ansicht Witthoh in Emmingen

Der Milchpreis ist sicher …
Die Renten sind sicher …
Der Strompreis ist sicher …
Und die Einhörner tanzen um die Windräder herum …

  • Ich plädiere für den Ausbau von Photovoltaik auf Dachflächen, neben Autobahnen und an landschaftlich verträglichen Stellen.
  • Ich bin gegen den Bau von Windrädern in der Region Hegau – Bodensee
  • Ich befürworte die Ziele des Bürger-Forum Hegau-Bodensee

 

Wer Wind sagt, will Subventionen ernten  

Warum Windräder im Hegau überflüssig und schädlich sind:

12 Tatsachen, die man kennen sollte
 

Das Forum Erneuerbare Energien Hegau-Bodensee ist ein Bündnis von fünf Hegauer Bürgerinitiativen mit insgesamt über 1600 Mitgliedern. Mehr als 2800 Menschen haben die Forderungen des Forums bislang unterschrieben. Wir befürworten ausdrücklich den Ausbau erneuerbarer Energien, der jedoch angepasst an die natürlichen Gegebenheiten unserer Region erfolgen sollte. 

Hier erklären wir, warum die Nutzung von Windenergie im Hegau sowohl unnötig als auch schädlich ist.

Dabei vermeiden wir ganz bewusst allgemein gehaltene, populistische Thesen, wie sie regelmäßig von den Befürwortern der Windkraft verwendet werden („Auf die Windkraft können wir nicht verzichten“). Auch werben wir nicht in Hochglanzbroschüren und teuren Zeitungsanzeigen, da wir im Gegensatz zur Windindustrie nicht über Steuersubventionen bzw. überhöhte Strompreise finanziert werden und uns rein ehrenamtlich für unsere Heimat engagieren.

Stattdessen vertrauen wir auf die Überzeugungskraft der Tatsachen. Wir liefern hier ganz konkrete, nachprüfbare Argumente, warum die Windenergie – eine prinzipiell durchaus sinnvolle Technologie – speziell in unserer Region keinerlei Sinn macht. So kann sich die Öffentlichkeit selber ein Bild machen. Besonders interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger können sich über die angegebenen Quellverweise (Internet-Links) von der Richtigkeit unserer Argumente überzeugen:

  1. Windkraft kannibalisiert die Wasserkraft: Das physikalische Problem ist, dass Stromerzeugung und Stromverbrauch quasi in jeder Sekunde gleich hoch sein müssen (da es keine großtechnischen Stromspeicher gibt). Deshalb ist die naturbedingte Wechselhaftigkeit der Windkraft („Zappelstrom“) ein massives Hindernis für die Energiewende. Der spektakulärste „Beitrag“ der Windenergie im Südwesten ist schon heute eine Kannibalisierung der Wasserkraft: Der Energiedienst räumt selber ein, dass bei optimalem Wind und voll ausgelasteten Windrädern zum Ausgleich das modernste Wasserkraftwerk Europas in Rheinfelden seine Leistung um bis zu 50% drosselt - das Rheinwasser fließt ungenutzt ab! (Quelle: Energiedienst Kundenzeitschrift „NaturKunde“ 1/2015, Seite 9: https://www.naturenergie.de/fileadmin/energiedienst/Dokumente/Unser_Plus/NaturKunde/2015_01_NaturKunde.pdf). Anders ausgedrückt: Grundlastfähige (also konstant verfügbare) erneuerbare Energie wird durch nicht grundlastfähige Windkraft verdrängt. Das ist paradox und zeigt, dass in unserer Region die Windenergie für eine sichere Versorgung mit erneuerbarer Energie nicht erforderlich ist.
  1. Hegau schon heute führend: Im Hochrheingebiet einschließlich Hegau liegt der Anteil erneuerbarer Energien - in diesem Fall Wasserkraft vom Rhein - schon heute bei herausragenden 57,9% (dies entspricht der sog. „Schweizer Quote“, nach der unsere Region mit Strom versorgt wird; Quelle: Werner Adrion, langjähriger Leiter der Energiedienst-Netzleitstelle in Donaueschingen a.D.). Das ist eine vorbildliche Zahl, die für Gesamtdeutschland noch für Jahrzehnte unerreichbar bleiben wird.
  1. Kaum CO2-Einsparpotenzial: In unserer Region liegt der Anteil fossiler, klimaschädlicher Stromerzeugung schon heute bei nur 5,7% (entsprechend der „Schweizer Quote“; Quelle: Werner Adrion, langjähriger Leiter der Energiedienst-Netzleitstelle in Donaueschingen a.D.) und damit viel niedriger als in Gesamtdeutschland. Das Einsparpotenzial für die CO2-Freisetzung ist bei uns also sehr gering. Außerdem müssen jene CO2-Freisetzungen gegengerechnet werden, die bei Herstellung, Transport, Montage, Wartung und Entsorgung von Windrädern sowie bei Waldrodungen für die Errichtung von Windrädern anfallen.
  1. Deutschland produziert hohe Strom-Überschüsse: Deutschland erzeugt schon heute viel mehr Strom als es verbraucht. Die Überschüsse werden u.a. über die Schweiz nach Italien exportiert (Quelle: siehe aktuelle, minutengenaue Grafik unter https://www.swissgrid.ch/swissgrid/de/home.html/). Auch das zeigt, wie überflüssig weitere Windräder im Hegau sind.
  1. Windkraft schadet dem Landschafts- und Denkmalschutz: Windkraftbefürworter argumentieren gerne, dass es in unserer Landschaft ohnehin schon zahlreiche technische Bauwerke gebe, wie z.B. Straßen, Strommasten und Umspannwerke. Dabei verschweigen sie, dass Windräder technische Großbauwerke einer völlig neuen Dimension darstellen. Die Anlagen auf dem Kirnberg bei Steißlingen (zwischen Stockach und Singen) sollen 200 Meter hoch sein. Damit wären sie fünfmal so hoch wie ein durchschnittlicher Hochspannungsmast. Das Problem ist aber nicht allein die extreme Höhe. Windräder sind auch deshalb ein alles dominierender Blickfang, weil sie immer auf erhöhten Standorten stehen und weil die sich drehenden Rotorblätter zwangsläufig den Blick auf sich ziehen. Durch diese überdimensionierten Fremdkörper verlieren die zahlreichen historischen Baudenkmäler der Umgebung ihren landschaftsprägenden Charakter (z.B. die Hegauer Burgen Hohentwiel, Altbodman und Langenstein). Aus genau solchen Gründen haben die zuständigen Landratsämter im Jahr 2016 schon mehreren Windprojekten in besonders wertvollen Kulturlandschaften die Genehmigung verweigert, so z.B. im Fall der Burg Lichtenstein bei Reutlingen (Quelle: http://www.swp.de/hechingen/lokales/zollernalbkreis/keine-windraeder-in-schlossnaehe-14050930.html) und der Burgen Cochem und Klotten an der Mosel; im letztgenannten Fall hatte der Projektierer den negativen Bescheid des Landkreises angefochten, seine Klage wurde aber vom Verwaltungsgericht Koblenz abgewiesen (Quelle: http://www2.mjv.rlp.de/icc/justiz/nav/613/broker.jsp?uMen=613ee68a-b59c-11d4-a73a-0050045687ab&uCon=113291e4-fc43-6515-6ce3-1772e4e2711c&uTem=aaaaaaaa-aaaa-aaaa-aaaa-000000000042).
  1. Windkraft bedroht unser UNESCO-Welterbe: Der Klosterinsel Reichenau und den Pfahlbauten Unteruhldingen droht möglicherweise die Aberkennung des UNESCO-Weltkulturerbe-Titels. Grund: Beide Stätten liegen in direkter Sichtverbindung zu den geplanten Windrädern auf dem Kirnberg bei Steißlingen (und auf dem Schienerberg auf Schweizer Seite) und sind somit in ihrer Authentizität und Integrität potenziell beeinträchtigt. Deshalb prüft die für die Betreuung der deutschen UNESCO-Welterbestätten zuständige Organisation derzeit eine mögliche Intervention. In einem sehr ähnlichen Fall (Wartburg in Thüringen) drohte die Aberkennung des Welterbetitels, falls auf die Windkraftpläne nicht verzichtet werde (Quelle: http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/kultur/detail/-/specific/Windraeder-bedrohen-Weltkulturerbe-Wartburg-379749921). Ein ganz aktuelles Beispiel sind die vorgeschichtlichen Höhlen auf der Schwäbischen Alb. Dort lehnte das Landratsamt im Januar 2017 die Genehmigung von Windrädern ab, weil diese für den laufenden Welterbeantrag das „Todesurteil“ bedeutet hätten, wie die Stuttgarter Zeitung unter dem Titel „Weltkulturerbe schlägt Windkraft“ berichtete (Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.eiszeitkunst-weltkulturerbe-schlaegt-windkraft.8ca2c7c2-bc02-48d0-b2c2-875df095b49f.html).
  1. Windkraft schadet dem Tourismus: Der Tourismus hat im Bodenseeraum und Hegau eine herausragende Bedeutung für die Wirtschaftskraft und somit für Arbeitsplätze und Steuereinnahmen. Die Anziehungskraft unserer Region beruht ganz wesentlich auf ihrem besonderen landschaftlichen Reiz. Die Tourismusregion Hegau-Bodensee ist bisher frei von Windrädern. Auch sonst gibt es bei uns keine überdimensionierten, großtechnischen Bauten, die unsere jahrhundertealte, bis heute nur maßvoll veränderte Natur- und Kulturlandschaft wesentlich und weithin sichtbar beeinträchtigen würden. Um diesen Zustand zu erhalten, planen zahlreiche betroffene Betriebe aus dem Gastgewerbe einen gemeinsamen Appell an das Landratsamt Konstanz, insbesondere die geplanten Windräder auf dem Kirnberg bei Steißlingen nicht zu genehmigen. Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband warnt in einem Schreiben vom 12.9.2016 an die zuständigen Gemeinderäte eindringlich vor dem Bau der Kirnberger Anlagen (Quelle: Auf Anfrage). Mehrere wissenschaftliche Studien haben den negativen Einfluss von Windrädern auf den Tourismus nachgewiesen. So ergab eine Untersuchung im Schwarzwald, dass 72% der Befragten die Windenergie generell befürworteten. Aber: 49% lehnen Eingriffe in Natur und Landschaftsbild für Windenergie ab. Und jeder Dritte der Befragten (33%) würde beim Bau von Windrädern seinen Urlaub in Zukunft woanders buchen (Quelle: http://www.hs-furtwangen.de/fileadmin/user_upload/Fakultaet_WI/Dokumente/Studium/Windkraft_im_Schwarzwald.pdf). Die Schwarzwald Tourismus GmbH befürchtet einen Besucherrückgang um 22% (Quelle: http://www.schwarzwald-tourismus.info/presse/Pressemeldungen-nach-Themen/Schwarzwald-Tourismus/Windkraftstudie). Eine deutschlandweite Studie der Universität Hannover zeigte, dass der negative Einfluss von Windrädern auf den Tourismus in küstenfernen Gebieten besonders ausgeprägt ist; die Effekte waren in einem Umkreis von 20 km um die Windradstandorte messbar (Quelle: https://www.researchgate.net/publication/283526875_Gone_with_the_wind_The_impact_of_wind_turbines_on_tourism_demand). Eine Studie in Süddeutschland zeigte, dass 26% der Befragten nicht mehr Urlaub in einer Region machen würden, in der Windkraftanlagen an den Aussichtspunkten entlang der Rad- und Wanderwege stehen (Quelle: https://www.researchgate.net/publication/283526875_Gone_with_the_wind_The_impact_of_wind_turbines_on_tourism_demand). Das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz berichtete von einer deutlichen Abnahme der Übernachtungszahlen um teilweise weit über 20% in Gemeinden mit hohem Zubau an Windrädern; gleichzeitig stieg die Zahl der Übernachtungen in Nachbargemeinden ohne Windräder um bis zu 15% (Quelle: https://www.statistik.rlp.de/wirtschaft/tourismus/statistische-berichte/verzeichnis/archiv/-/-/G4013/j/). All dies sind für Bodensee und Hegau beunruhigende Zahlen. Betroffen wäre der Tourismus im weiten Umkreis, da die Kirnberger Windräder – durch ihre Höhe von 200 Metern (etwa so hoch wie der Stuttgarter Fernsehturm) und ihre exponierte Lage auf einem Berg in Ufernähe – noch aus Dutzenden Kilometern Entfernung sichtbar wären. Einmal genehmigt könnten die Anlagen später durch „Repowering“ auch 300 Meter hoch werden – so hoch wie der Eiffelturm und zehnmal höher als eine typische Hegauer Dorfkirche (Quelle: http://www.erneuerbareenergien.de/windernte-in-300-meter-hoehe/150/406/86150). Mit allgemeinen Floskeln verharmlost die Windbranche das Thema oder preist Windräder sogar als Touristenmagneten. Das ist naiv. Die Urlauber kommen wegen der herrlichen Landschaft zu uns, Windräder sehen sie daheim schon mehr als genug (bundesweit 27.000!).
  1. Windkraft erzeugt Lärm: Das Schallgutachten für die beantragten Windkraftanlagen auf dem Kirnberg bei Steißlingen ist nicht auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand und somit unzureichend (Quelle: Nicht öffentlich). Welche Folgen solche ungeeigneten Lärmgutachten haben können, zeigt das Beispiel des Schuttertals im Schwarzwald. Die dortigen Windräder sind viel lauter als prognostiziert, die Anwohner klagen über „wummernden“ Lärm (Quelle: http://www.badische-zeitung.de/schuttertal/der-windpark-muss-im-schuttertal-nachbessern--129886444.html). Insbesondere der sog. Infraschall führt in der Umgebung von Windrädern häufig zu einer Gesundheitsbelastung (Quelle: http://umweltmessung.com/wp-content/uploads/2015/06/Kommentierung-Studien-Infraschall.pdf). In Bayern gilt zum Schutz der Bevölkerung die sogenannte 10H-Regel. Das heißt die Entfernung von Wohngebäuden muss mindestens zehnmal so groß sein wie die Höhe des Windrads. Beispiel: Ein 200 Meter hohes Windrad muss mindestens 2 km vom nächsten Wohnhaus entfernt liegen. In Polen ist der Mindestabstand sogar 3 km – das ist mehr als viermal so viel wie der in Baden-Württemberg geltende Richtwert von nur 700 Metern, der gelegentlich sogar unterschritten wird. - Übrigens droht ein Entsorgungsproblem ausgedienter Anlagen, denn „Windräder können wir nicht recyceln“, wie das Magazin Capital im Januar 2017 titelte (Quelle: http://www.capital.de/dasmagazin/unternehmen-windraeder-abfallentsorgung-remondis-recycling-8401.html).
  1. Windkraft verringert den Wert von Immobilien: Immobilien, die optisch oder akustisch im Einflussbereich von Windrädern liegen, verlieren an Wert. Dies wurde in einer Studie der London School of Economics nachgewiesen (Quelle: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0095069615000418).
  1. Windkraft schadet dem Naturschutz: Die meisten der als besonders windkraftempfindlich klassifizierten Vogelarten haben eines ihrer wenigen noch vorhandenen Vorkommen in Baden-Württemberg im Raum Hegau-Bodensee (Quelle: Siehe Ende dieses Absatzes). Insbesondere in den Vogelschutzgebieten Untersee, Überlinger See, Mindelsee, Bodanrück und Hohentwiel-Hohenkrähen ist die Erhaltung dieser Vorkommen ausdrückliches Ziel; das Wollmatinger Ried im Untersee hat überragende internationale Bedeutung, u.a. als Zwischenstation für Zugvögel. Alle hier genannten Vogelschutzgebiete liegen in Sichtweite der geplanten Windräder auf dem Kirnberg - und damit nach aktuellsten Erkenntnissen der Ornithologen im Gefährdungsbereich durch die dort geplanten Windräder (Quelle: Noch nicht öffentlich; Forum Rotmilan, Hohenkarpfen, 12.11.2016). Am Kirnberg selbst existiert ein sog. „Dichtezentrum“ des Rotmilans, d.h. von dieser bedrohten und sehr windkraftsensiblen Vogelart leben mehr als 3 Brutpaare im Umkreis von 3,3 km (Quelle: Rechtsverbindliche „Hinweise zur Bewertung und Vermeidung von Beeinträchtigungen von Vogelarten bei Bauleitplanung und Genehmigung für Windenergieanlagen“, http://www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/216927/LUBW_Bewertungshinweise_Voegel_01_07_2015.pdf?command=downloadContent&filename=LUBW_Bewertungshinweise_Voegel_01_07_2015.pdf).
  1. Wir haben viel Sonne, aber wenig Wind: Der Ausbau erneuerbarer Energien in unserer Region ist sinnvoll. Gerade die Photovoltaik hat angesichts der vielen Sonnenscheinstunden bei uns großes Potenzial; besonders die dezentrale Photovoltaik mit Speichermöglichkeit für den privaten oder gewerblichen Eigenbedarf ist sinnvoll, weil damit unkontrollierte und wechselhafte Einspeisungen ins Stromnetz vermieden werden, wie sie bei der Windenergie auftreten (Quelle: http://www.renewable-energy-concepts.com/german/sonnenenergie/basiswissen-solarenergie/geografische-lage-kwhm2.html). Dagegen zählt der Raum Hegau-Bodensee zu den windärmsten Gebieten in Baden-Württemberg, die „Windhöffigkeit“ ist gering (Quelle: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/energie/erneuerbare-energien/windenergie/planung-genehmigung-und-bau/windatlas-bw/). Es ist in diesem Zusammenhang bezeichnend, dass der Projektierer der geplanten Windräder in Verenafohren (Tengen) und Kirnberg (Steißlingen) seine Windprognosen fälschlich als zertifizierte Gutachten deklariert hat und diese bis heute unter Verschluss hält – trotz wiederholter Forderung nach Offenlegung (Quelle: forum-hegau-bodensee.de).
  1. Windkraft ist teuer und unwirtschaftlich: Anders als in Teilen Norddeutschlands kann Windenergie in unserer Region nie wirtschaftlich arbeiten. Bei uns lohnt sich diese Technologie für die Projektierer nur dank der milliardenschweren Subventionierung aufgrund des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (Quelle: http://forum-hegau-bodensee.de/wp-content/uploads/2016/02/Dossier-Faktencheck-Kommunale-Finanzierungen-Windparks.pdf). Dementsprechend erteilen die Konstanzer Stadtwerke dem weiteren Ausbau der Windkraft in der Region eine klare Absage (Quelle: Siehe letzter Absatz in http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Sonnenenergie-vom-neuen-Schuldach-der-Gemeinschaftsschule-Gebhard;art372448,8919671). 

Die aufgezählten Punkte zeigen, dass die Nutzung von Windenergie im Hegau überflüssig ist und sich ökologisch und ökonomisch negativ auf die Region Hegau-Bodensee auswirkt. Wir appellieren daher an das Landratsamt Konstanz, nach Abwägung der öffentlichen Belange die beantragten Anlagen auf dem Kirnberg nicht zu genehmigen.

Das Forum Erneuerbare Energien Hegau-Bodensee steht allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern für Fragen und Diskussionen zu den genannten Argumenten gerne zur Verfügung. Weitere Informationen sowie Visualisierungen der geplanten Anlagen sind auf unserer Website zu finden (http://forum-hegau-bodensee.de/). Dort kann auch eine Online-Petition für unsere Ziele unterzeichnet werden:

Für den Ausbau erneuerbarer Energien, aber angepasst an die natürlichen Gegebenheiten unserer Heimat.

Dr. rer. nat. Martin Dölberg, Fachbeirat (ViSdP)

Dieses Forum ist die gemeinsame Plattform der Bürgerinitiativen von

Facebook mit vielen interessanten Beiträgen:
Bürgerinitiativen Hegau-Bodensee

Fachbeirat
Forum Hegau Bodensee

Prof. Dr. Georg Sonntag, Weihenstephan, gerichtlich 
vereidigter Sachverständiger für Wald und Naturschutz
Peter Eitze, Erster Staatsanwalt a.D., Rechtsanwalt
Dr. rer. nat. Martin Dölberg, Öffentlichkeitsarbeit
Leopold Graf Douglas, Hege & Jagd
Dr. rer.nat. Frank Wehner, Physik 
Dipl. Math. Ulrich Murschall, Mathematik, Physik 
Dipl. Ing. Willy Fritz, Physik, Strömungstechnik
Dr. Axel Wasmuth, Literaturwissenschaft
Dr. Albrecht Freiherr v. Stotzingen, PV-Investitionen
Forstdirektor Paul Lübbers, Wald & Forstwirtschaft
Gisela Lejeune-Härtel, Ornithologie, Naturschutz
Wolfgang Braun, Landschaftsbau, Hoch &Tiefbau
                      kontakt@forum-hegau-bodensee.de

 

Fachkommentar

Stromversorgung in Südbaden

 

 Zusammenfassung 

Im Hochrheingebiet einschließlich badischem Bodensee liegt der Anteil erneuerbarer Energien (in diesem Fall Wasserkraft vom Rhein) schon heute bei herausragenden 57,9% und der Anteil fossiler, klimaschädlicher Stromerzeugung bei nur 5,7%. Dies sind vorbildliche Zahlen, die für Gesamtdeutschland noch für Jahrzehnte unerreichbar bleiben werden.

Die naturbedingte Volatilität der Windkraft ist ein massives Hindernis bei der Erreichung des Ziels einer nachhaltigen, sicheren Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien. Der spektakulärste „Beitrag“ der Windenergie im Hochrheingebiet einschließlich badischem Bodensee ist schon heute eine Kannibalisierung der Wasserkraft: Bei optimalem Wind muss zum Ausgleich das modernste Wasserkraftwerk Europas in Rheinfelden seine Leistung um bis zu 50% drosseln - das Rheinwasser fließt ungenutzt ab, grundlastfähige erneuerbare Energie wird durch nicht grundlastfähige Windkraft kannibalisiert. Das ist paradox und zeigt, dass in unserer Region die Windenergie für eine sichere Versorgung mit erneuerbarer Energie nicht erforderlich ist. Hinzu kommt, dass Deutschland schon heute viel mehr Strom erzeugt als es verbraucht und die Überschüsse exportiert.

 Begründung

Die Frage nach Zweck und Ziel der sog. Energiewende beantwortet zumindest teilweise das Erneuerbare-Energien-Gesetz § 1 Absatz 1: „Zweck dieses Gesetzes ist es, insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zu fördern.“

Zentraler Begriff ist also die Energieversorgung und nicht die bloße Energieerzeugung.

Zur Klärung der Frage, ob Windenergie im Südwesten zur Energieversorgung erforderlich ist, muss zunächst der Status quo analysiert werden. Die folgenden Abschnitte beruhen – sofern keine anderen Quellen angegeben sind – auf dem Fachwissen von Herrn Werner Adrion, Löffingen, Leiter der Netzleitstelle Donaueschingen (Energiedienst) a.D.

Der Südwesten wird im Folgenden verstanden als die real bestehende Netz-Versorgungseinheit, die seit über 100 Jahren im Dreiländereck zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz besteht. Geographisch ist dies der Raum zwischen Oberrhein und Bodensee sowie zwischen Hochrhein und dem Schwarzwald auf der Höhe von Villingen-Schwenningen. Der bereits um die Jahrhundertwende vom 19./20. Jh. in seinen Grundzügen angelegte Kraftwerkspark und das nach und nach erweiterte Versorgungsnetz ist das Rückgrat der Stromversorgung im Dreiländereck und blieb über alle Wirren und Kriege des 20. Jahrhunderts bestehen.

Der Südwesten besteht aus den Versorgungsbereichen Hochrhein und Oberrhein. Der Netzbereich Hochrhein einschließlich Badischem Bodensee / Hegau wird über die sog. Hochrheinschiene versorgt.

Zur Kraftwerkssituation ist festzustellen, dass sich südlich der Linie Karlsruhe-Stuttgart schon heute kein einziges fossiles Großkraftwerk befindet. Südlich dieser Linie befinden sich Laufwasserkraftwerke, die Speicherkraftwerke der Schluchseewerke und zwei Kernkraftwerke.

Der Südwesten bezieht seit Beginn der elektrischen Stromversorgung vor rund 110 Jahren CO2-freien Strom aus Wasserkraft vom Hochrhein und seit dem Bau des Rhein-Seitenkanals auch vom Oberrhein. Wasserkraft gilt als die sauberste aller regenerativen Energien und besitzt im Gegensatz zu Wind- und Solarenergie Regel- und Grundlastfähigkeit, steht also nahezu konstant zur Verfügung.

Am Oberrhein (Kanal) zwischen Kembs und Iffezheim sind ca. 1.474 MW französische Laufwasserkraftwerke installiert. Im Bereich des Hochrheins zwischen Schaffhausen und Birsfelden sind Laufwasser-Grenzkraftwerke mit einer Ausbauleistung von insgesamt ca. 800 MW installiert.

Im Ergebnis sind am Hoch- und Oberrhein 2.274 MW (nämlich 800 MW plus 1.474 MW) an regenerativer Generatorenleistung allein aus Rheinwasser für uns im Südwesten wirksam. Dazu kommen noch die Speicherkraftwerke der Schluchseewerke mit rund 1.300 MW (dort sind natürliche Zuflüsse vorhanden, die sich vom südöstlichen Teil des Feldberges und teilweise aus dem Titisee speisen). Zu erwähnen sind außerdem die Kernkraftwerke Leibstadt (CH) mit 1.200 MW und Fessenheim (F) mit rund 1.800 MW, die jedoch in absehbarer Zeit entfallen dürften.

Dieser Generatorenleistung der Kraftwerke steht ein geschätzter Leistungsbedarf (Stromverbrauch) der Hochrheinversorgung von 700 MW und der Oberrheinversorgung von 800 MW gegenüber, in Summe also etwa 1.500 MW.

Für den Bereich Oberrhein und Hochrhein ist also im Grundsatz schon heute von einer Überversorgung mit CO2-freier, grundlastfähiger und regelbarer Energie allein aus Wasserkraft auszugehen. Dies ist konsistent mit den offiziellen Angaben einiger regionaler Stromversorger zu ihrem derzeitigen Anteil erneuerbarer Energie (ganz überwiegend aus Wasserkraft): Energiedienst 100%, Badenova 82,5%, Stadtwerke Müllheim/Staufen 100%.

Maßgebliche Grundlage für die Versorgung über die Hochrheinschiene ist jedoch die sog. „Schweizer Quote“, d.h. der in der Schweiz erzeugte Strom-Mix (57,9% Wasserkraftwerke, 36,4% Kernenergie und 5,7% konventionelle fossile Kraftwerke). Ausschließlich gemäß der „Schweizer Quote“ versorgt werden Hochschwarzwald-Baar, Hochrheingebiet, Markgräflerland und Badischer Bodensee / Hegau.

Dieser so beschriebene Strom-Mix am Hochrhein hat damit fossile Anteile in Höhe von nur 5,7%. Hieraus – und gemeint ist ausschließlich hieraus – würden sich dann die theoretisch möglichen CO2-Einsparpotentiale errechnen. Soweit es um den Bau von Windkraftanlagen in Waldgebieten geht, sind allerdings die Verluste an bewaldeten Flächen gegenzurechnen. Eine wesentliche Funktion des Waldes in diesem Zusammenhang ist bekanntlich die, dass er eine äußerst wertvolle Kohlenstoffsenke darstellt. CO2-Emissionen aufgrund der Produktion, Errichtung, Unterhaltung und späteren Entsorgung von Windkraftanlagen sind ebenfalls gegenzurechnen.

Energieversorgung in unserem hochindustrialisierten Land bedingt, dass sozusagen zu jeder Sekunde im Netz ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Erzeugung und Verbrauch aufrechterhalten wird. Dazu dient die sog. Sollfrequenz von 50 Hz. Schwankungen müssen ausgeglichen werden.

Ebenso wie die Solar- ist auch die Windenergie in höchstem Maße volatil. Sie allein eignet sich daher nicht dazu, einen Beitrag zur Versorgungssicherheit zu leisten. Der installierten Nennleistung nach müsste der bundesweite Strombedarf allein durch Windenergie gedeckt werden können. Tatsächlich dümpelt die produzierte Leistung über Stunden, Tage, ja Wochen im niedrigen einstelligen Prozentbereich der installierten Nennleistung. Hierzu nur ein Beispiel aus dem Südwesten: Die neue Windkraftanlage E101 in Weissmoos bei Emmendingen erzeugte innerhalb der ersten 79 Tage des Jahres 2015 an 59 Tagen weniger als 50% und an 37 Tagen sogar weniger als 10% der vorgesehenen Nennleistung (https://swe-emmendingen.de/umwelt-projekte/buerger-wind-projekt/). Das entspricht auch den von TransnetBW veröffentlichten Daten, nach denen die stark schwankenden Einspeiseleistungen der Windkraftanlagen zur Versorgungssicherheit in Baden-Württemberg keinen tatsächlichen Beitrag leisten können (http://www.transnetbw.de/de/kennzahlen/erneuerbare-energien/windenergie).

Beim aktuellen Ausbauzustand der Windkraftanlagen im Südwesten ist bereits heute feststellbar, dass die verursachten volatilen und unkoordinierten Einspeisungen aus der Windenergie die Wasserkraft kannibalisieren. In Abhängigkeit von den volatilen Einspeisungen muss inzwischen der Energiedienst das modernste Wasserkraftwerk Europas in Rheinfelden in seiner Leistung in der Spitze um bis zu 50% drosseln (siehe Energiedienst Kundenzeitschrift „NaturKunde“ 1/2015, Seite 9: https://www.naturenergie.de/fileadmin/energiedienst/Dokumente/Unser_Plus/NaturKunde/2015_01_NaturKunde.pdf). Das Rheinwasser fließt ungenutzt ab – grundlastfähige erneuerbare Energie wird durch nicht grundlastfähige Windkraft kannibalisiert. Das ist paradox und zeigt, dass in unserer Region die Windenergie für eine sichere Versorgung mit erneuerbarer Energie nicht erforderlich ist.

Hinzu kommt, dass Deutschland schon heute viel mehr Strom erzeugt als es verbraucht. Daher exportiert Deutschland fast permanent große Strommengen in die Schweiz und weiter nach Italien (siehe aktuelle, minutengenaue Grafik unter https://www.swissgrid.ch/swissgrid/de/home.html/).

Solange die Erzeugung von Strom durch Windkraftanlagen nicht durch adäquate Speicher ergänzt werden kann, machen derartige Anlagen im Südwesten keinerlei Sinn. Adäquate Speichertechnologie steht jedoch auf unabsehbare Zeit weder konzeptionell noch physisch zur Verfügung.

Dr. rer. nat. Martin Dölberg, Fachbeirat (ViSdP) / Werner Adrion, Löffingen, Leiter der Netzleitstelle Donaueschingen (Energiedienst) a.D.

 www.forum-hegau-bodensee.de

 

Energie geht uns alle an – jeder von uns braucht sie!

(Lesezeit 2 Min.)

Es ist allgemeingültig, dass erneuerbare Energien grundsätzlich zu bevorzugen sind. 

Auf jeden Fall aber solche mit kontinuierlicher Grundlastfähigkeit, wie die Wasserkraft des Rheins.
So sollte es nicht sein, dass der zufällig auftretende Windstrom höher subventioniert wird.

Und es geht gar nicht, dass wenn der Wind weht, das Kraftwerk Rheinfelden die Turbinen runterfahren muss!

Nicht jede Form der Gewinnung macht auch in jeder Region Sinn.So wie subventionierter Weinanbau in den Hochalpen keinen Sinn machen würde.

Die Region Hegau-Bodensee hat das geringste Windaufkommen in Deutschland.

Aber wir haben die meisten Sonnenstunden!
 

Das heißt logischerweise, die Region Hegau-Bodensee sollte auf Solar setzen.
Flächen und Möglichkeiten stehen zur Verfügung, ohne schwerwiegende Eingriffe in die Landschaft.

Leider wird aber der Windstrom momentan noch deutlich höher subventioniert.

Darum wollen manche Politiker und manche Stadtwerke Windräder finanzieren.

Verführt durch falsch deklarierte Gutachten und unbewiesene Renditeversprechungen.
Die Projektierer und Erbauer verdienen – den Betreibern (Stadtwerke) bleiben die dauerhaften Verluste.

Dies insbesondere in Gebieten mit geringem Windaufkommen, wo große Stromproduzenten passen. Die EnBW z.B., hat bei uns real gemessen und das Vorhaben aufgegeben, weil´s einfach keinen Wert hat. Das tatsächliche Windaufkommen war 37% unter dem Windatlas der Landesregierung.

Was muss geschehen?

- die Behörden müssen die falsch deklarierten "Gutachten" auf Mindestanforderungen Bundesverband Windenergie TR6 prüfen!

- Stadtwerke dürfen nicht ohne Gutachten mit Mindeststandards BWE nachgewiesene Windhöffigkeit finanzieren!

- es muss die lokale Wertschöpfung im Vergleich zu Tourismus und Landschaftsschutz  vom Landratsamt geprüft werden!

- es dürfen keine Sonderrechte (Privilegierung) für "Weinanbau in den Hochalpen" gewährt werden!

Es braucht des Bürgers Wille um der Verwaltung und Politik parteiunabhängig einzufordern dass an die Regionen angepasste Energiekonzepte zu entwickeln und zu fördern sind.

Deshalb bitte die Petition am Anfang der Seite zeichnen!

 

Die Projektierer haben es eilig, denn auch bei den kommunalen Entscheidungen gab es bedenkliche Ungereimtheiten bezüglich der Wirtschaftlichkeit des Projekts, welche jedoch ausdrücklich Bedingung zur Beteiligung und Finanzierung war.

Der TÜV-SÜD hat schriftlich bestätigt dass statt üblicher "Gutachten", nur wenig aussagende und nicht den offiziellen Mindeststandards für Gutachten entsprechende "Prognosen" bestellt wurden.
Diese waren dann aber, von den Projektierern fälschlicherweise als "Gutachten" deklariert, die Entscheidungsgrundlage der beteiligten Stadt- und Gemeinderäte. Und schließlich muss man, wenn man dafür Hundertausende von Euro bezahlt hat, auch echte Gutachten erwarten.

Tatsächlich ist verwunderlich, dass man dies in der lokalen Politik und den Verwaltungen versucht totzuschweigen. Die beteiligten Kommunen haben sogar zugestimmt dass die "Gutachten" ohne guten Grund verheimlicht werden, was besonders zu denken gibt. Solche Gutachten anderer kommunaler Träger kann man im Internet nachlesen. Wenn allerdings klar wird dass es zu wenig Wind gibt, offenbart sich die Sinnlosigkeit Windräder bauen zu wollen.

 

 

 

Quelle: www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/Neues-Forum. Vereinbart  wurde  das Treffen im Rahmen einer vom SÜDKURIER  moderierten  Diskussionsveranstaltung. 

Neues Forum bringt Gegner 
ins Gespräch

➤ Konferenz für Windkraft-Kritiker und Befürworter

➤ Investoren, Politiker und Verbände an einem Tisch

➤ Suche nach gemeinsamen Lösungen

 

Die Konferenzteilnehmer

Initiator und Gastgeber:
Forum Erneuerbare Energien Hegau-Bodensee
Sprecher, Markus Bihler

Politik: Andreas Jung MdB, CDU
Wolfgang Reuther MdL, CDU

Bürgerinitiativen Hegau-Bodensee:
Christoph Graf Douglas

Albrecht Freiherr von Stotzingen
Joachim Mehl, Gunther Gross
 Dr. rer.nat. Frank Wehner

Windkraftinvestoren:
Bene Müller und Jörg Dürr-Pucher, Solarcomplex AG

Stefan Kempf und Stephan Einsiedler, EnBW Regional AG

Naturschützer:
Thomas Körner, NABU, Eberhard Koch, BUND

Experten:
Hansjörg Jung, Präsidialrat für Umwelt und Naturschutz

Dipl.Ing. Ulrich Bielefeld, Landschaftsarchitekt

Wirtschaftsvertreter: 
Dieter Wäschle, stellv. Vorsitzender des
Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes BW

Die  Zielsetzung  der  Konferenz ist, im Rahmen einer  Expertendiskussion  und  qualifizierter ökonomischer und ökologischer Werteabwägung festzustellen, ob es in der Region Hegau-Bodensee  sinnvoll  wäre  den  Bau  von Windrädern zu verfolgen, oder in dieser landschaftlich  sensiblen  Region  mit starker  touristischer  Wirtschaftsprägung potentielle Alternativen zu realisieren“, fasst Markus Bihler als Initiator  zusammen.

Eine Grundsatzfrage sei dabei, wie viel regional produzierte Energie vorstellbar sei.                                            

Konsens bestand, dass eine Autonomie der Region nicht denkbar ist. Die Stromtrassen aus  dem  Norden  sind  von  der  Regierung beschlossen und teilweise schon im Bau. Daran wird sich auch nichts ändern  weil  derzeit  bereits  im  Norden zeitweise mehr Windstrom produziert werde, als  dort  verbraucht  werden kann.

Die Initiativen befürchten, dass dann der Strom aus dem Norden billiger sei und die staatlichen Preisregulierungen  nicht  dauerhaft  bleiben.

Konsens bestand auch darüber, dass weder Windkraft  noch  Photovoltaik  grundlastfähig sind.
Bedauerlicherweise würden sich Sonne und Wind nicht ergänzen.

Energieversorger und Naturschutzverbände machten deutlich, dass man zu einer erfolgreichen Energiewende alle erneuerbaren Energien, wie Wind-, und Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie benötigen werde.

Stefan  Einsiedler  von  der  EnBW wies daraufhin, dass auch Themen wie Versorgungssicherheit  und Netzstabilität eher  den  Mix  von  unterschiedlichen Energieträgern erfordern.

Die  Politiker:  Dieser  Ansatz (von Einsiedler)  wurde auch von den anwesenden Politikern, dem Landtagsabgeordneten Wolfgang Reuther und dem Bundestagsabgeordneten Andreas Jung, beide CDU, unterstützt.

Wolfgang  Reuther  wies  allerdings auf den aus seiner Sicht ungeeigneten Ansatz der grün-roten Landesregierung hin, die Windkraftflächen kommunal festzulegen. Aus seiner Sicht ist das eine regionale Aufgabe.                                          
Wenn die Windhöffigkeit ausreichend sei, müsse auch die Region Hegau-Bodensee ihren angemessenen  Beitrag  leisten.  Dabei komme es ihm auch auf die Verlässlichkeit der Bedingungen für Investoren an.                                     
Der  alleinige  Bau  von  Windparks  im windreicheren  Norden  Deutschlands und die dann nötigen Hochspannungs-  trassen seien zudem auch keine tragfähige Lösung.

Das  Fazit:
Neben  dem  Schutz  der Landschaft kam man auch bei der der Qualität der Windgutachten nicht   zueinander.

Für die Investoren sind die vorhandenen Daten ausreichend, um Entscheidungen zu treffen und Genehmigungsanträge zu stellen.

Die Windkraftgegner dagegen wollen mehr Transparenz und mehr Kenntnis über konkrete Zahlen  an  den  geplanten  Standorten weil sich dies auf ein rechnerisches Gutachten stützt und vor Ort keine Windmessungen mit Masten gemacht wurden.

Bene Müller hat seine frühere Zusage  wiederholt,  Frank  Wehner  und Hansjörg Jung das volle Gutachten für den Kirnberg zur Kenntnis zu geben.  

Anmerkung (Forum): Das während der Konferenz zugesagte Wind-Gutachten wurde trotzdem später nie zur Verfügung gestellt. Laut Bene Müller haben die Vertreter der in der IG Hegauwind beteiligten kommunalen Betriebe ihm die Herausgabe der Daten verweigert.                                                                                                                                    

Christoph  Graf  Douglas  warnte  vor Eingriffen in die Landschaft wie sie 200 oder im Rahmen von Repowering geplant, 300 Meter hohe Windräder darstellen. 
Er verwies auf historische Vorstöße für Großprojekte wie die Schiffbarmachung  des  Rheins  für  Frachtschiffe bis in den Bodensee oder eine Brücke von Konstanz nach Meersburg.
Auch  da  hätten  manche  Politiker  gemeint die Region könne wirtschaftlich ohne diese nicht überleben und heute müsse man froh sein dass sie verhindert wurden.

Landschaftsarchitekt  Ulrich  Bielefeld zeigte als Alternative Bilder von Photovoltaikfeldern an deren Realisierung er im Raum Trier gearbeitet hat und die im Aussehen etwa dem von den Hagelnetzen  der  Obstanlagen  nahe  kommen. Tatsächlich  werden  bereits  Hagelschutzlösungen  entwickelt  die  Strom produzieren  können.  Unter  Solarflächen können jetzt auch Biotope entstehen, die als Ausgleichsflächen für Baugebiete in Gemeinden zulässig sind.

Die  Landschaftsschützer: Die  Vertreter der Initiativen, die sich im Landkreis Konstanz gegen den Ausbau der Windkraft wenden, wollen angesichts relativ niedriger Windgeschwindigkeiten und der befürchteten Beeinträchtigung des Landschaftsbildes  überhaupt  keine Windparks in der Region.

Die geringe Windhöffigkeit lasse eine wirtschaftliche  Nutzung  der  Windenergie  in  der Region nicht zu.

Sie bieten an, die dann nicht  erzeugten  Strommengen  durch verstärkte Nutzung der Solarenergie zu ersetzen.

Es wurden konkrete Flächen die zur Verfügung stehen benannt und weitere  würden  potentiell  zur  Verfügung  stehen. 

Die  Bürgerinitiativen sprechen sich für den Ausbau von landschaftlich  angepasster  Photovoltaik aus, um den Bau von Windrädern in der historischen  Kulturlandschaft  Hegau-Bodensee zu vermeiden.

Zur Visualisierung gab es eingangs ein Fotopräsentation  die  alle  derzeitigen  Flächenplanungsverfahren oder in der Projektierung befindlichen Standorte beinhaltete und keine Zweifel daran ließ dass dies das  Landschaftsbild  stark  verändern würde,  wenn  auch  nicht  wahrscheinlich ist dass alle der theoretisch rund 30 möglichen Windräder gebaut würden.

➤ Solarcomplex: Sowohl Jörg Dürr-Pucher, Präsident der Bodensee-Stiftung, als auch Bene Müller, Vorstand von Solarcomplex,  sagten  dabei  im  Rahmen der  Solaroffensive-Bodensee  ihre  Unterstützung  zu.  Das Bürgerunternehmen hat bislang alle Freilandsolarparks im Kreis gebaut.

Die  Naturschutzverbände  sehen  im Bau der fünf bis zehn Windräder in der Region  eine  Beeinträchtigung  der Landschaft,  die  angesichts  der  Herausforderungen  im  Klimaschutz  akzeptabel sei, Eberhard Koch, Kreisvor-    sitzender des BUND wies auf die jahrelangen Abwägungs- und Planungsprozesse hin, an deren Ende jetzt der Bau        weniger Windparks stehe. Thomas Körner, Bezirksgeschäftsführer des NABU, ergänzte,  er  hätte  sich  die  Unterstützung der Windkraftgegner auch schon beim umstrittenen Bau des Solarparks Mooshof in Bodman gewünscht, bei der man damals ordentlich Prügel bezogen habe.  Auch  hier  war  das  Argument Landschaftsschutz.

Dieter Wäschle, als stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Baden-Württemberg,  einem  der  größten  Wirtschaftsfaktoren und somit auch einer großen Anteil der Arbeitsplätze und des Steueraufkommens  der  Region  Hegau-Bodensee, stellte sich konsequent gegen den  Bau  von  Windrädern.          
Der  zu  bezweifelnde, aber selbst im besten Fall nur geringe wirtschaftliche Nutzen von Windrädern würde in keinem Fall aufwiegen  was  dadurch  an  Beeinträchtigung entstehen würde.                                                                                       
Er wies auf die internationale Bedeutung und die einzigartige Schönheit der Bodenseeregion hin und schloss hierbei den Hegau mit ein.

Markus  Bihler  empfiehlt  der  Politik insbesondere im Hinblick auf die Landtagswahlen für ein Moratorium zu einer aktuellen  Überprüfung  der  Entwicklung und gegebenenfalls für die Anwendung der von der vorherigen CDU/FDP Regierung ursprünglich beabsichtigten Regionalplanung  einzutreten,  während  die  von  der Grünen/SPD  Regierung  vorgeschriebene  Planung  durch die Kommunen die schnelleren Genehmigungsverfahren will.

Die Vertreter der IG Hegauwind wollen im  ersten  Schritt  auf  jeden  Fall  fünf Windräder  an  den Standorten  Verenafohren  (Gemeinde  Tengen)  und Kirnberg (Gemeinde Steißlingen) bauen. Dort sei die Erzeugung von bis zu dreißig  Millionen  Kilowattstunden Windstrom pro Jahr möglich. Das seien immerhin 2,5 Prozent des kreisweiten Strombedarfs.  Langfristig  sind  aus Sicht der Investoren, zu denen neben Solarcomplex die Stadtwerke aus dem Landkreis und die Genossenschaft Bürgerenergie zählen, zehn Windkraftanlagen im Kreis Konstanz möglich.

Anknüpfungspunkte bieten Energiesparen und Solarenergie. Dazu solle der begonnene Dialog fortgesetzt werden. Damit waren alle Beteiligten einverstanden.  Insofern  hat  die  Energiewende in der Region ein neues Forum bekommen, in dem ganz unterschiedliche Akteure zusammenfinden

Markus Bihler, Gastgeber der Veranstaltung im RIZ, fasste die Diskussion positiv zusammen. Über divergierende Positionen, wie den Ausbau der Windkraft, werde man weiter öffentlich und mit gegenseitigem Respekt streiten, bei Themen, zu denen man sich einig sei, wolle man in Zukunft auch kooperieren.      

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